Scoff - Lambda - Cover
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Scoff Lambda


  • Label: Sonicsound Music/Rough Trade
  • Laufzeit: 57 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Unheimlich zähe fünf Jahre hat es gedauert, bis mit „Lambda” in diesem Sommer endlich der Nachfolger des gefeierten Debütalbums „Reverse Universe“ (04/2006) der Stoner-Rock-Band Scoff aus München – namentlich: Christian Zahler (Gesang, Gitarre), Michael Marschner (Bass) und Malte Minke (Drums) – vorgelegt werden kann. Über die Gründe für die ungewöhnlich lange Zeit zwischen den beiden Alben schweigt die Presseinfo zwar, doch wenn man davon ausgeht, dass die Band bis dato nicht der erste Lohn-und-Brot-Bringer der Musiker ist, gäbe es zumindest eine Theorie.

Nach dem ansteckenden Stoner-Gedächtnis-Rock á la Kyuss und Queens Of The Stone Age des Debütalbums, der mit vielen ruhigen Passagen angereichert war, schlagen Scoff auf „Lambda“ eine etwas härtere Gangart an und vermischen ihren Sound mit Metal-Anleihen („Mandalay“) und einer großzügigen Portion Alternative Rock. Aus den dicht gewobenen Riff-Walzen lassen sich auf diese Weise Querverweise in Richtung Metallica („My face down“, „Temper the goat“ – wobei Sänger Christian Zahler ein ums andere Mal stimmlich wie Metallicas James Hetfield rüberkommt), Tool („The day oft he locust“) oder auch Soundgarden („The deceiver“) herausfiltern, die Scoff aber nicht wie dreiste Kopisten einsetzen, sondern mit viel Herzblut und Verve selbst entwickeln.

Fazit: Mit „Lambda“ setzt das Münchener Trio den sehr guten Eindruck ihres Debüts trotz fünfjähriger Wartezeit mühelos fort. Dazu haben Scoff eine nie langweilige Riff-Palette kreiert, die sich mit den etablierten Acts der Stoner/Alternative-Sparte mühelos messen kann.

Anspieltipps:

  • Lambda
  • My face down
  • Betraying angels
  • The day oft he locust
  • William Blake is not the answer

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