Maria Taylor - Overlook - Cover
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Maria Taylor Overlook


  • Label: Affairs Of The Heart/INDIGO
  • Laufzeit: 33 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein großes Herz, dessen Auswüchsen man nur allzu gern lauscht.

Mit der amerikanischen Dream Pop-Formation Azure Ray legte sie letztes Jahr überraschenderweise noch ein neues Album vor, nachdem Anfang des Jahrtausends so manches Werk der Gruppe für Furore sorgte. Maria Taylor ist darüber hinaus mittlerweile beim vierten Solo-Longplayer angekommen, „Overlook“ betitelt, und begeht damit wie Ihre Partnerin bei Azure Ray, Orenda Fink, einen entzückenden Weg abseits des Duos.

Ähnlich träumerisch wie bei dem Zweiergespann, jedoch bodenständiger im Country/Folk beheimatet, liefert Maria Taylor sehnsuchtsvoll karge Miniaturen ab, die hin und wieder auch konkreter werden, wie zum Beispiel das blues-rockende „In A Bad Way“ zeigt. Die Streicher-Sounds lenken beruhigenderweise nicht von der herzhaft brüchigen Wirkung ab, die „Overlook“ in Verbindung mit zuckersüßen Gesangharmonien und leichtfüßiger, vor allem akustischer Instrumentierung stimmungsvoll bereithält. Im genau richtigen Maß werden hier naturbelassene Song-Fragmente auf melodieverliebten Songwriter-Pop angesetzt, Maria Taylors zart erobernde Vocals fungieren als Bindeglied und die ergänzenden Musiker aus dem Freundes- sowie Verwandtenkreis leben eine ähnliche musikalische Vision wie die Künstlerin selbst.

So machen schon die ersten Stücke deutlich, immer für eine Überraschung in instrumentalen Wendungen bereit zu sein und die Verquickung verschiedenster Musiker ihren lieblichen Lauf nimmt. Ob Steel-Gitarre, Banjo, Chor-Gesang oder schlicht die Gitarre Taylors: „Overlook“ gibt viel, an dem man sich festhalten kann, auch nach Wochen noch Freude hat, doch vor allem offenbart Maria Taylor ein großes Herz, dessen Auswüchsen man nur allzu gern lauscht.

Anspieltipps:

  • Matador
  • Like It Does
  • Bad Idea?
  • This Could Take A Lifetime

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