Auletta - Make Love Work - Cover
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Auletta Make Love Work


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn man sich das zweite Album der deutschen Band Auletta anhört und den Gesang und Text ausblendet, fällt auf, dass diese Band aus Mainz sehr viele musikalische Grenzen verwischt: Rock, Pop, Electro, Singer/Songwriter und sogar Gospel und Country erreichten das Gehör. Schlecht klingt das nicht und wenn man die Tracks wie das sommerlich-leichte, elektronische „Gold“ und das vielseitige Titelstück „Make love work“ positiv bewertet und vielleicht sogar die Ballade „Lass die guten Zeiten rollen“ mag, ist doch alles okay oder?

Mitnichten! So unentschlossen wie die musikalische Stilrichtung wirkt der betont lässige Gesang von Frontmann Alex und die dazugehörigen Texte, die außer Plattheiten leider nicht viel bieten. Warum können Auletta denn in der Vergangenheit so einen guten Song wie „Sommerdiebe“ komponieren und dann wieder als Gegensatz das plumpe „Du bist Yeah“? Liegt es an der großen Plattenfirma, die Druck macht?

Bei deutschen Bands kann man die Texte nicht ausblenden, daher nerven die von Auletta nach kurzer Zeit. Man wünscht sich Wir sind Helden oder sogar Newcomer Casper herbei, die entweder filigran oder authentisch mit unserer Sprache umgehen. Auletta können mit ihren Worthülsen nicht mithalten und trotz aller Bemühungen, ihren technisch guten Indie-Pop/Rock-Sound mittels eines zusätzlichen Keyboarders aufzupeppen, bleibt der Makel, einen Sänger ohne Wiedererkennungswert und mit gesungenen Worten, die einfach nicht zusammenpassen, zu haben, der sie als Band nur sehr durchschnittlich abschneiden lässt.

Anspieltipps:

  • Gold
  • Make Love Work
  • Lass die guten Zeiten rollen

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