Cryoshell - Cryoshell - Cover
Große Ansicht

Cryoshell Cryoshell


  • Label: VME/Soulfood
  • Laufzeit: 41 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Es gibt nun durchaus viele Wege, um bekannt zu werden. Casting-Shows, Straßenmusik, sich gediegen hoch schlafen oder als feste Band für die Musik zu einer LEGO-Spielzeug-Reihe eingestellt werden. Ganz recht, LEGO ließ 2007 bis 2009 nichts unversucht, um die Bionicle-Serie zu pushen. Kurzfilme, Hintergrundstory, ja, ausgeprägte Fans sprechen von einem eigenen Mikrokosmos. Da darf die richtige musikalische Untermalung nicht fehlen. Der aussterbende Sound von Linkin Park und Evanescence hielt als Vorbild her und dürfte gerade Fans dieser Musik aufhorchen lassen.

Geübter Synthie-Einsatz und viel Piano sind die Markenzeichen, welche sich neben den lautstarken Riffs à la Evanescence zu einem Strudel aus Pathos zusammensetzen. Jedes Lied, beginnend mit dem Opener „Creeping In My Soul“, schlägt einen melancholischen, aber auch aufstrebenden Sound an. Wer sich auf Musik aus dem Tal der Hoffnungslosigkeit gefasst hat, der liegt daneben. Besonders „Feed“ oder „Come To My Heaven“ beweist, dass der volle Gesang der Sängerin Christine Lorentzen auch zu sexy Riffs, die Kasper Soderlund zum Besten gibt, passt. Ganz das Volumen einer Amy Hartzler erreicht die junge Dänin zwar nicht, doch hörenswert sind die Ergebnisse durchgängig.

Ob eingängig („Bye Bye Babylon“) oder auch ein wenig vertrackter („Come To My Heaven“): Die dänische Kombo versucht sich nicht nur auf ihren bereits bekannten Liedern aus der LEGO-Zeit aus („Closwer To The Truth“, „Creeping In My Soul“ und „Bye Bye Babylon“), sondern bringt auch neue Elemente ein. Dazu gehören dann selbstverständlich auch Balladen, die den Abschluss des Albums in Form von „Murky“ und „No More Words“ nicht überragend, aber doch gekonnt. Besonders „No More Words“ ist eine sanfte Nummer nach dem Schema F und trifft hierbei den Tenor des Albums. Ein echtes Problem ist das allerdings nicht, da die Dänen dem guten Durchschnitt stets gerecht werden. Die Band selbst dürfte einfach nur froh sein, dass das Album nach einem Jahr in der Heimat auch endlich international erhältlich ist.

Anspieltipps:

  • No More Words
  • Feed
  • Come To My Heaven

Neue Kritiken im Genre „Rock“
9.5/10

Our Love To Admire (10th Anniversary Edition)
  • 2017    
Diskutiere über „Cryoshell“
comments powered by Disqus