The Wanted - Battleground - Cover
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The Wanted Battleground


  • Label: Geffen/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 38 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Als die Boygroup The Wanted vor acht Monaten ihr selbstbetiteltes Debütalbum in Deutschland auf den Markt brachte, durfte bereits konstatiert werden, dass das ehemals so strahlende Boygroup-Segment schon seit einer gefühlten Ewigkeit keinen aufregenden Nachwuchs mehr abgeworfen hat. Selbst alten Hasen wie Take That, die sich den abtrünnigen Robbie Williams zurück geholt haben, mühen sich mit ihrem Comeback ab, ohne an die Hysterie der 90er Jahre anknüpfen zu können. Doch das stört die fünf Jungs aus dem Mutterland der Boybands nicht, selbst wenn die Brötchen, die die Fünf backen, noch relativ klein sind.

Zwar konnten sich die Singleauskopplungen ihres Debüts regelmäßig auf den vorderen Rängen der UK-Charts platzieren und auch im Ausland nahm das Publikum von den fünf jungen Briten Notiz, doch so richtig geknallt hat es bis dato nicht in der allerdings noch recht kurzen Karriere von The Wanted. Sei’s drum. Die Bild-Zeitung bezeichnet die Band als „heiß“ und das ist doch schon mal was, auch wenn sich nicht erschließt, ob das Blatt die Musik oder die Optik der Jungs meint.

„Battleground“ wurde sowohl in London als auch in Los Angeles aufgenommen und wie schon der Vorgänger von einer breiten Songschreiber- und Produzentenriege betreut. Für Steve Mac (Westlife, Leona Lewis, Boyzone), Balladenkönigin Diane Warren (Pet Shop Boys, Mary J. Blige, LeAnn Rimes), Xenomania (Pet Shop Boys, Kylie Minogue, Gabriella Cilmi), Wayne Hector (Cheryl Cole, Britney Spears, James Morrison) und Jack McManus (Boyzone, Groove Armada) stand diesmal allerdings nicht der klassische Popsound im Fokus, sondern eine stärkere Ausrichtung auf die zurzeit so angesagten Dancefloor- und Elektro-Elemente.

Das Endergebnis in Form elf neuer Songs klingt nicht mehr so konturlos wie das Debüt, leidet aber grundsätzlich an derselben Tatsache, dass sich auch auf „Battleground“ die berühmten Songschreiber und Produzenten die Türklinke in die Hand geben und ihr austauschbares Material an einen weiteren Klienten verkaufen. Dadurch lässt sich nur schwer eine eigene Identität aufbauen, was aber nicht bedeutet, dass die Boygroup keinem hitverdächtigen Stücke abbekommen hat.

In Kombination damit, dass sich The Wanted auf das Wesentliche beschränken und mit 38 Minuten Spielzeit kaum Raum für Füllmaterial bieten, kristallisieren sich neben der Singleauskopplung „Lightning“ ein paar kurzweilige Popsongs wie „Last to know“ oder „The weekend“ heraus, mit denen sich zwar nicht die Sterne vom Himmel holen lassen, aber auch keine schlimmeren Beißreflexe beim Hörer ausgelöst werden.

Anspieltipps:

  • Lightning
  • Last to know
  • The weekend
  • Gold forever
  • I’ll be your strength

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