Taio Cruz - TY.O - Cover
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Taio Cruz TY.O


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „Break your heart“ und „higher“ landete Taio Cruz (29) im vergangenen Jahr zwei ganz große Radiohits, von denen die weltweiten Chartplatzierungen und die Verkaufszahlen seines zweiten Albums „Rokstarr“ (09/2010) zwar nicht sonderlich profitieren konnten, doch als Songschreiber und Produzent ist der aus Sussex stammende Musiker spätestens seit diesen Hits etabliert. Dabei hat Cruz einen Sound entwickelt, der ähnlich wie bei David Guetta auch von Kollegenseite sehr gefragt ist und in Form von Auftragsarbeiten gerne abgenommen wird. Dass nun ausgerechnet David Guetta und der Engländer mit dem Song „Little bad girl“ auf Cruz‘ neuer Platte „TY.O“ gemeinsame Sache machen, ist dann wohl so etwas wie eine Bündelung der Kräfte.

Wie schon auf dem Vorgänger „Rokstarr“ verschwimmen die Grenzen zwischen R&B und tanzbarer Popmusik auch auf „TY.O“ nahtlos ineinander. Diese Sound-Mischung sowie die songwritertechnische Unterstützung von Lukasz Gottwald (u.a. Jessie J, Katy Perry, Avril Lavigne, Britney Spears, Kelly Clarkson, P!nk, Ke$ha) sorgen für einen ungemein eingängigen Stil, der bereits in Form des Openers „Hangover“ sofort in die Beine und in die Ohren fährt.

Die Mittel zum Zweck sind denkbar einfach gewählt, doch sie führen jedes Mal schnell zum Ziel. Über einem Teppich aus Synthies und Keyboards schweben simple und klare Beats, die tanzbar sein müssen und immer auf eine eindeutige Hookline zusteuern. Dabei lässt sich Taio Cruz von den Rappern Flo Rida („Hangover“), Pitbull („Theres he goes“) und Ludacris („Little bad girl“) unterstützen und fährt mit diesem Schema-F-Prinzip einigermaßen gut, weil hier und da ein paar potenzielle Hitkandidaten herausspringen („World in our hands“).

Dass das Dargebotene hin und wieder in arg billige Gewässer abtaucht, lässt sich bei dieser Produktionsweise allerdings wohl kaum unterbinden („Theres she goes“). Doch unterm Strich bedient Taio Cruz mit dieser Songsammlung eine Dancefloor-affine Hörerschicht auf konsequente Art und Weise, die mit „TY.O“ frisches Futter für die nächsten Monate erhält.

Anspieltipps:

  • Hangover
  • You’re beautiful
  • World in our hands

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