Sebastian Bach - Kicking & Screaming - Cover
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Sebastian Bach Kicking & Screaming


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 51 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Obwohl Gerüchte um eine mögliche Rückkehr von Sebastian Bach zu Skid Row stets dementiert wurden, wäre es schon interessant, ob der egomanische Sänger den Karren aus dem Dreck ziehen könnte. Schließlich gibt es seit dem unsäglichen „Revolutions Per Minute“ (10/2006) kein richtiges Lebenszeichen der ehemaligen Platin-Hardrocker und Mr. Bach konnte mit seinem dritten Solowerk „Angel Down“ (11/2007) immerhin einen 191. Platz in den amerikanischen Billboard Charts verbuchen. Ob dies an der Beteilung von Kumpel Axl Rose an drei Songs liegt oder ob der knackige Mix aus unkompliziertem 90er Jahre Heavy Metal und Rampensau am Mikrophon zum Kauf angeregt hat, ist nicht belegt.

Das neueste Werk soll diesen moderaten Erfolg zumindest wiederholen können, doch wer nach der stürmisch-aufgekratzten Vorstellung des Vorgängers blind zugreifen will, sollte lieber zuerst probehören. „Kicking & Screaming“ ist nämlich nicht wie man erwarten könnte ein weiteres Schwermetall für die Ü30-Generation geworden, sondern bedient sich über weite Strecken an gemäßigtem, nicht sonderlich aufregendem Hardrockgut, das nicht mit Melodien geizt, aber in austauschbarem Rahmen gehalten, herunter gespielt wird („Kicking & screaming“, „My own worst enemy“, „Caught in a dream“, „As long as I got the music“, „Lost in the night“).

Ausschläge gibt es zwar nach beiden Seiten, so macht Herr Bach in den flotteren Nummern noch immer eine herrlich gute Figur („Tunnelvision“, „Live the life“), steuert auch mal aggressive Schreie („One good reason“) oder gepressten Gesang („Dance on your grave“) bei und kämpft mit zackigen Riffs an vordester Front („Dirty power“), mimt aber ebenso den schnarchigen Balladenonkel („I´m alive“, „Dream forever“) oder lässt seine Songs überhaupt als Kid Rock-Imitation auftreten („Wishin´“). Damit kann Herr Bach den positiven Eindruck des Vorgängers nicht wiederholen und rutscht dabei sogar ein Stück in die Schublade für altersbedingtes Achselzucken hinein. Vielleicht wäre eine Reunion mit Skid Row doch für alle Beteiligten das Beste?

Anspieltipps:

  • Dirty Power
  • Tunnelvision
  • One Good Reason
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