The Pusher - The Art Of Hit Music - Cover
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The Pusher The Art Of Hit Music


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Liste erfolgreicher schwedischer Bands wird seit ABBA immer länger, führt über Mando Diao und endet derzeit, wenn man einigen Fans glauben will, bei The Pusher. Die junge Gruppe hat gerade ihr Debütalbum rausgebracht, auf dessen Cover die Mitglieder aufgedruckt sind: Pontus Karlsson am Schlagzeug, Jakke Erixson, verantwortlich für Gesang und Bass, Karl-Ola Solem an der Gitarre und John Harleman, der das Keyboard betätigt. Über den Köpfen steht in bunten Buchstaben: „The Art of Hit Music“ und der Name ist Programm: Die Songs sind zum Großteil sehr melodiös, sehr eingängig und handeln von Liebe. Gute Voraussetzungen und das richtige Material also, um einen Hit zu landen.

Das Album beginnt gleich mit der Debütsingle, dem dramatischen und gleichzeitig fröhlichen „Blinded by the Dark“, das auch hierzulande schon von einigen Radiosendern gespielt wurde. Tatsächlich hat man das Gefühl, dass die Band weiß, wie man einen Hit schreibt. Alles passt zusammen: Grooviger Rhythmus, eingängiger Refrain, stimmliches Finale im letzten Drittel. Auch das zweite Lied „Wonderful day to die“ geht noch wunderbar ins Ohr. Nach dem dritten, spätestens aber nach dem vierten Song hat man jedoch leider vergessen, beim wievielten der elf Stücke man sich befindet. Es klingt alles ein bisschen gleich.

Ab und zu hört man in verschiedenen Titeln die einzelnen Instrumente raus, im Prinzip dominieren jedoch ein immer gleich bleibender Rhythmus und die oft etwas zu elektronische Stimme Jakke Erixsons. Das ist schade, denn die Band ist gerade mit Sunrisve Avenue auf Tour und Leute, die Erxison live erlebt haben, sagen ihm großes Gesangstalent nach. Da freut man sich richtig, wenn mit Track Nummer sieben die Stimmung ruhiger, der Bass runtergeschraubt und eine ganz andere Richtung angeschlagen wird.

„Pale and naked name“ ist die starke Ballade des Albums, in der Erixsons Stimme, lediglich begleitet von Klaviermusik, voll und ganz zum Tragen kommt. Nach dieser kurzen Stilwandlung hat man auch gleich wieder Lust auf den Rest der Platte. Zwar ähnelt die Melodie vom anschließenden „Need Time“ seinen Vorgängern, doch passt es wunderbar als Übergang zum Lied „Fallen Soldier“, das neben der ersten Singleauskoppelung sicherlich das Zeug zu einem Hit hat.

Alles in allem ist „The Art of Hit Music“ ein gelungenes Debütwerk, das mit dem elften Lied „No one“ einen gebührenden Abschluss findet. Mit ABBA und Mando Diao können sich The Pusher sicherlich noch nicht messen. Dafür fehlt die Besonderheit, die Abgrenzung von der Masse. Doch wird die CD von Mal zu Mal eingängiger, macht mit jeder Runde Hören mehr Spaß und lässt daher noch auf großes Hoffen, wenn die Jungs weiter machen!

Anspieltipps:

  • Blinded by the Dark
  • Blow me and Run
  • Pale and naked name
  • Fallen Soldier

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