Manraze - PunkFunkRootsRock - Cover
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Manraze PunkFunkRootsRock


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer sich traut, darf das Londoner Herren-Trio Manraze getrost in die Kategorie der Supergruppen einsortieren, besteht es doch aus prominenten Musikern wie Phil Collen (Def Leppard), Paul Cook (Sex Pistols) und Simon Laffy (Girl). Na gut, letzterer gehört nicht zwingend in die erste Rockstar-Liga, doch als alter Freund Phil Collens (53), mit dem Laffy in den 80er Jahren zusammen in der Glam-Rock-Band Girl spielte, durfte der Bassist bei dem 2004 gegründeten Projekt mitmachen.

Auf ihrem zweiten Studioalbum (das Debüt „Surreal“ erschien 2007) frönen Manraze mit gemeinschaftlich geschriebenen, aber einen deutlichen Phil-Collen-Stempel tragenden Songs einer nicht unbedingt modern klingenden Hardrock-Variante, die sich zusätzlich aus Soul-, Reggae-, Classic-Rock- und Pop-Elementen speist. Bei Manraze heißt dies „PunkFunkRootsRock“ und bildet den Titel des aktuellen Longplayers. Daran lässt sich erkennen, dass sich die alten Hasen in keine musikalischen Zwänge begeben wollen und lieber das spontan auf Band bringen, wonach ihnen der Sinn steht. So dauerten die Aufnahmen keine zwei Wochen und förderten ein Dutzend neue Tracks zu Tage, darunter auch eine Coverversion des Jimi-Hendrix-Titels „Fire“.

Ohne Frage, Manraze stellt ein reines Spaßprojekt dar, das mit ungezwungener Musik daherkommt und keinen Vorschriften folgt. Diese Grundstimmung überträgt sich zwar nicht zu 100% auf den Hörer, weil die meisten Songs dazu letztendlich zu harmlos sind, doch man erkennt sowohl die Klasse der beteiligten Musiker als auch ihren jeweiligen musikalischen Hintergrund. Songs wie die erste Singleauskopplung „Over my dead body“ oder auch „I C U in everything“ könnten jedenfalls auch Def-Leppard-Produkte sein, während sich in „All I wanna do“ und noch deutlicher in „Closer to me“ Reggae-Anleihen eingeschlichen haben.

„PunkFunkRootsRock“ ist ein kurzweiliges Rockalbum, an das der Hörer nicht mit der Erwartung eines künstlerischen Erdbebens herangehen darf, nur weil darauf ein paar Promis zusammen musizieren. Die Songs sollen Spaß und Freude vermitteln, was sie bis zu einem bestimmten Grat auch problemlos schaffen. Wem das reicht, ist mit „PunkFunkRootsRock“ gut aufgehoben.

Anspieltipps:

  • Fire
  • Bittersweet
  • I, superbiker
  • Over my dead body

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