Rebekka Bakken - September - Cover
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Rebekka Bakken September


  • Label: Emarcy/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine ausgewogene Song-Mischung, die schlicht und ergreifend Spaß macht und zum Träumen einlädt.

Sieht man Rebekka Bakken auf der Bühne oder liest Interviews, die mit der norwegischen Sängerin geführt wurden, bleibt nicht aus festzustellen, dass die Sängerin deutlich schüchtern ist und sich nicht in den Mittelpunkt des Geschehens stellen möchte, obwohl es sich doch gerade um sie dreht. Diese Bescheidenheit, gepaart mit einer wundervollen Stimme und dem Händchen für die richtigen Worte und Melodien macht Rebekka Bakken allerdings zu etwas ganz Besonderem, das man einfach erlebt haben muss. Das nun vorliegende fünfte Studioalbum „September“ steht ganz in der Tradition der gefühlvollen Musik der Künstlerin.

Produziert wurde der Silberling von Grammy-Gewinner Malcolm Burn (Daniel Lanois, Bob Dylan, Emmylou Harris) im schönen Kingston, New York. Leichte Country-Einflüsse sind entsprechend nicht verwunderlich und passen sich ideal den zarten Klängen an, die weitläufig dem Genre Jazz zugeordnet werden. Generell wirken die Songs sehr melancholisch und nachdenklich, was nicht weiter verwunderlich bleibt, denn Rebekka sagt selbst dass sich der Albumtitel und die Melancholie, die in den Songs förmlich greifbar ist auf „den Anfang vom Ende der Dinge“ beziehen.

So berührt ihre Musik Herz und Seele, verursacht Gänsehaut und Ohrwürmer. Die Melodien schmeicheln sich schlicht arrangiert ins Ohr, regen mal zum Mitwippen („Driving“), mal zum Träumen („Mina's Dream) an und ihre Texte stimmen mal nachdenklich, mal zaubern sie ein Schmunzeln auf die Lippen des Hörers. Und dann ist da natürlich ihre Stimme, die drei Oktaven umfasst und es vor allem beherrscht Emotionen zu transportieren und unter die Haut zu gehen.

Die drei Coverversionen („Love is Everything von Jane Siberry, „The Wrestler“ von Bruce Springsteen und „Forever Young“ von Alphaville) mischen sich harmonisch und mit Eigennote ins Gesamtgefüge. So entsteht eine ausgewogene Mischung, die schlicht und ergreifend Spaß macht, zum Träumen einlädt und von der man aufgrund ihrer Vielschichtigkeit so schnell nicht genug bekommen kann.

Anspieltipps:

  • September
  • Same Kind
  • Mina's Dream

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