Sinner - One Bullet Left  - Cover
Große Ansicht

Sinner One Bullet Left


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 51 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „One Bullet Left“ hat es sich Mat Sinner nicht unbedingt schwer gemacht.

Seit Anfang der 80er leistet der umtriebige Sänger, Bassist und Produzent Mat Sinner (Primal Fear, Allen/Lande, Voodoo Circle) in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen seinen Beitrag zur Erhaltung des deutschen Hardrock und Heavy Metal und hält mit seiner Stammband Sinner mittlerweile bei Album Nummer 15. Experimente wie beim sehr harten „There Will Be Execution“ (01/2003) wurden wieder komplett zurück gefahren, sodass sich der melodieselige AOR-Konsument nicht vor allzu dreckigen Riffs oder düsteren Stimmungen fürchten muss.

Spannung und Innovation muss man demzufolge woanders suchen, doch gerade für Konsequenzkäufer bietet „One Bullet Left“ zwölf souveräne Tracks, die bedenkenlos neben den Scorpions, Europe, Accept oder Helloween eingeordnet werden können. Sinner hat mit seiner diesjährigen Crew, bestehend aus den drei (!!) Gitarristen Alex Beyrodt, Christof Leim und Alex Scholpp (Tarja, Farmer Boys), sowie dem Schlagzeuger Andre Hilgers (Rage) schließlich nicht nur flotte Midtemporocknummern zu bieten („The one you left behind“, „Give & take“, „10 2 Death“, „Suicide mission“), sondern zeigt sich ebenso klassisch im 80ies Stil („Back on trail“), gibt den soften Balladenonkel („Rolling away“, „Haunted“) oder denkt mit Mitgrölmaterial an die bevorstehende Tour („Wake me up when I´m sober“).

Das Gitarrentrio ist in diesem konventionellen Paket zwar nicht immer als solches herauszuhören, doch wenn mal richtig in die Saiten gegriffen wird („One bullet left“, „Mind over matter“, „Mend to be broken“), freut sich nicht nur die verstaubte Luftgitarre, sondern auch die Anlage, die endlich wieder nach rechts gedreht werden darf. Zwischendurch kramt die deutsche Hardrock-Institution noch in der Mottenkiste und gibt den Steve Stevens-Song „Atomic playboys“ zum Besten, angesichts der langweiligen Struktur wäre dieser jedoch besser weiterhin am Dachboden verstaubt.

Fazit: Mit „One Bullet Left“ hat es sich Mat Sinner nicht unbedingt schwer gemacht, da die Songs aber durchwegs auf gutem Niveau angesiedelt sind, können Hardrockfans, die unkomplizierte Kost suchen, bedenkenlos zugreifen.

Anspieltipps:

  • One Bullet Left
  • Mind Over Matter
  • Mend To Be Broken
Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
7.5/10

The Final Countdown: 30th Anniversary Show Live At The Roundhouse
  • 2017    
Diskutiere über „Sinner“
comments powered by Disqus