Chris Rea - Santo Spirito Blues - Cover
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Chris Rea Santo Spirito Blues


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Ich kann mich nicht mehr damit abgeben, einfach eine neue CD zu machen. Es muss Interessanteres geben, als einfach zehn Songs auf eine CD zu bringen“.

Nachdem Chris Rea (60) dem Tod von der Schippe gesprungen war (im Jahr 2000 wurde bei dem Briten Bauspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert), gab der Sänger und Songschreiber sämtliche musikalischen Kompromisse auf, gründete sein eigenes Plattenlabel und widmete sich fortan seinen Leidenschaften, der Malerei und dem Blues. Dabei entstanden wahre Mammutwerke, wie das Box-Set „Blue Guitars“ (10/2005), das als luxuriös aufgemachter Bildband mit 11 CDs (!) und einer DVD daherkam oder auch „The Return Of The Fabulous Hofner Bluenotes“ (11/2008), das immerhin auf drei CDs und zwei Vinyl-Alben plus einem Bildband kam.

Dazu Chris Rea: „Ich kann mich nicht mehr damit abgeben, einfach eine neue CD zu machen. Es muss Interessanteres geben, als einfach zehn Songs auf eine CD zu bringen“. Und so ist es nur allzu logisch, dass Chris Rea mit „Santo Spirito Blues“ (erhältlich als einzelne Album-CD, aber auch als Box-Set mit drei CDs und zwei DVDs, auf denen die Soundtracks und die Filme „Bull Fighting“ und „Santo Spirito“ zu finden sind) seinen Arbeitseifer fortsetzt. Doch nicht nur das. Der 60-Jährige präsentiert auf „Santo Spirito Blues“ zum ersten Mal nach zehn Jahren neue, selbst geschriebene Songs!

Im Gegensatz zu den vorherigen Fleißarbeiten schreitet Rea auf „Santo Spirito Blues“ nicht mehr die geschichtlichen Pfade des Blues ab, sondern kehrt zu seiner leichtfüßigen Art, Blues mit Pop und Rock zu vermischen zurück. So überrascht bereits der Opener „Dancing my blues away“ als flotter Bluesrocker, der sofort ins Ohr geht und in Sachen Gitarrensound an ZZ Top erinnert. In diesem Stil gestaltet sich fast das gesamte Album. Und als wollte Chris Rea beweisen, dass er noch immer Hitsingles schreiben kann, wenn er nur will, kehrt er zwischenzeitlich sogar zu der Melodieseligkeit der guten alten 80er Jahre zurück, als Rea Radiohits wie „On the beach“ oder „Let’s dance“ schrieb.

Heuer heißen solche Songs „The chance of love“ und „Think like a woman“, die sich nicht nur fein ins Gehör schmeicheln, sondern auch Reas markantes Gitarrenspiel und seine Charakterstimme toll unterstützen. Damit findet Chris Rea den perfekten Mittelweg zwischen seiner Bluesleidenschaft und dem Sound, der ihn zu einem der erfolgreichsten Sänger und Songschreiber seiner Generation machte. Respekt!

Anspieltipps:

  • Never tie me down
  • The chance of love
  • Lose my heart in you
  • Dancing my blues away

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