Sparrow And The Workshop - Spitting Daggers - Cover
Große Ansicht

Sparrow And The Workshop Spitting Daggers


  • Label: Distiller Records/SOULFOOD
  • Laufzeit: 38 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Sparrow And The Workshop aus Glasgow sind die Sängerin/Gitarristin Jill O'Sullivan, Gitarrist/Bassist Nick Packer und Schlagzeuger/Sänger Gregor Donaldsman. Bereits im letzten Jahr debütierten sie nach zwei EPs mit dem Longplayer „Crystal Fall“ und konnten zahlreiche Shows unter anderem mit British Sea Power und Idlewild spielen. So kam eine günstige Fügung, in der auch ein schottischer Radio-DJ seinen Anteil findet, nach der anderen und schon ist es Zeit für das zweite Album aus dem Hause von Sparrow And The Workshop.

Auch wenn sich Leo Abrahams (Brian Eno) für die Produktion verantwortlich zeigte, haben wir es auf „Spitting Daggers“ keinesfalls mit synthetischen Ambient-Landschaften zu tun. Allein der Opener „Pact To Stay Cold“ reicht, um die Ausrichtung des Trios zu fassen. Bedrohlich schieben sich die Drums an den innehaltenden Pausen vorbei, präsent lärmend und tiefergelegt durch eine wuchtige Bass-Kante. „You Don't Trust Anyone“ geht ganz ähnlich an die Sache heran. Einerseits fauchend im LoFi-Gewand, andererseits vor allem durch die Stimme O'Sullivans lieblich charmant. Eine Gegensätzlichkeit, von der Sparrow And The Workshop leben und die den Reiz an „Spitting Daggers“ ausmacht. Ein Zitat des Word Magazins trifft es da vorzüglich: „They sound like Emmylou Harris meets Jack White in a sexy headlock.“

Naturbelassen wie es eben Indie-Rock ausmacht sind es weniger die Harmonien, welche zum Vorschein kommen, sondern vielmehr die rhythmusbetonte Dramatik, die rohe Faszination von Gitarre/Bass/Schlagzeug auf der einen und die engels-ähnliche Stimme Jill O'Sullivans auf der anderen Seite. Dieses Spannungsfeld fesselt nicht auf ganzer Linie, dafür ist es mitunter schon nach den ersten wenigen Songs zu offensichtlich, doch eine in die Höhe steigende Wall Of Sound, wie sie „Faded Glory“ zelebriert, ist mehr als ein kurzes Aufflackern. Ein ungezähmtes Biest aus Lofi-Rock, Country und einer Mystik, die selten so antreibend wie bei Sparrow And The Workshop ist.

Anspieltipps:

  • Pact To Stay Cold
  • Faded Glory
  • Snakes In The Grass
  • Father Look

Neue Kritiken im Genre „Indie-Rock“
Diskutiere über „Sparrow And The Workshop“
comments powered by Disqus