Queen - Deep Cuts Volume 3 (1984-1995) - Cover
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Queen Deep Cuts Volume 3 (1984-1995)


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die 80er Jahren verliefen für Queen auf kommerzieller Ebene sogar noch besser als die vorherige Dekade.

Zusammen mit der dritten und letzten Re-Release-Tranche aller Queen-Studioalben über ihre neue Labelheimat Island Records (Universal), wird auch der abschließende Teil der kleinen Sampler-Reihe „Deep Cuts“ vorgelegt. Dieser deckt den Zeitraum 1984 bis 1995 und damit die fünf Alben „The Works“ (1984), „A Kind Of Magic“ (1986), „The Miracle“ (1989), „Innuendo“ (1991) und „Made In Heaven“ (1995) ab.

Die 80er Jahren verliefen für Queen auf kommerzieller Ebene sogar noch besser als die vorherige Dekade, obwohl sich die Musik der Briten einem sehr starken Wandel unterzog und deshalb nicht alle Fans der frühen Werke restlos überzeugen konnte. Queen beherrschten kompositorisch jede musikalische Stilart, von Glam-, Prog- und Hardrock über Pop, Disco und Blues sowie Klassik, Gospel und Vaudeville. Das kann vermutlich keine weitere Band von sich sagen. Doch wollte man dies alles auch hören? In den 80er Jahren waren sich einige Hörer darüber nicht mehr ganz einig.

Trotzdem spielten Queen in der Achtzigern in den größten Arenen auf der ganzen Welt, weil ihre Live-Shows zum Besten gehörten, was die Rockmusik je gesehen und gehört hatte. Und weil Queen auch kluge Geschäftsmänner waren, bestanden ihre Auftritte immer aus einem grandiosen Greatest-Hits-Programm, das behutsam um neue Songs ergänzt wurde. Größere Irritationen blieben dadurch aus. Auf den „Deep Cuts“-CDs werden allerdings nicht die üblichen Verdächtigen (sprich: Hits) vorgestellt, sondern nicht so bekannte Album-Tracks und Single-B-Seiten. Das macht den Reiz der Sampler aus, die innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters jeweils 14 (auf dem dritten Teil sogar 15) chronologisch nicht sortierte Songs präsentieren.

„Deep Cuts 3“ eröffnet mit dem Titeltrack des posthum nach Freddie Mercurys Tod veröffentlichten „Made In Heaven“-Albums, einer klassischen Queen-Hymne, die locker auf die 6-Minuten-Marke zusteuert. Andere Stücke wie die May/Taylor-Kollaboration „Machines (or back to humans)“ von „The Works” oder auch „Don’t try so hard” von „Innuendo” zeigen dagegen, wie sehr Synthesizer in den Sound Einzug gehalten haben. Als krasses Gegenteil fungieren wiederum von Hardrock-Riffs geprägte Titel wie „Tear it up“, „The hitman“ und „Khashoggi’s ship“.

So ist „Deep Cuts 3“ gerade einmal vier Songs „alt“ und Queen haben bereits eine stilistische Palette vorgelegt, die sich gewaschen hat. Auf diese Weise gibt „Deep Cuts 3“ viele kleine Perlen des Queen-Backkatalogs aus der Zeit von 1984 bis 1995 preis. Darunter eine Neuaufnahme des Mercury-Solosongs „I was born to love you“ und Songs wie „Ride the wild wind”, auf dessen Live-Umsetzung sich jeder Queen-Fan gefreut hätte sowie „Mother love“, das letzte von Freddie Mercury aufgenommene Queen-Lied.

Unglaublich gerne hätten Queen-Fans die Songs von „The Mircale“ und „Innuendo“ live on Stage erlebt. Denn spätestens mit „Innuendo“ lieferte die Band noch einmal eine kreative Großtat ab, die eine Live-Umsetzung verdient gehabt hätte. Leider verlor Freddie Mercury am 24. November 1991 den Kampf gegen seine Krankheit und die Musikwelt den talentiertesten Rocksänger aller Zeiten.

Anspieltipps:

  • Tear it up
  • A winter’s tale
  • Made in heaven
  • One year of love
  • Ride the wild wind

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