Candice Night - Reflections - Cover
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Candice Night Reflections


  • Label: Minstrel Hall Backprogramm
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer glaubt, Candice würde auch auf Solopfaden der Gewohnheit von Blackmore´s Night folgen, ist auf dem Holzweg.

Auch wenn es sich bei „Reflections“ um das Debütalbum der Sängerin handelt, so ist Candice Night längst kein unbekanntes Licht der Musikwelt mehr. Bekannt ist sie allerdings eher für ihren Part als Sängerin der Folk-Band Blackmore´s Night“, in der sie gemeinsam mit Ehemann Richie Blackmore (ehemals Gitarrist bei Deep Purple) singt und als Songwriterin tätig ist. Candice selbst konnte sich bereits in der Band Rainbow einen Namen als Songwriterin machen. Von ihrem Talent darf man sich nun auch auf ihrem Solo-Debüt „Reflections“ überzeugen, das komplett aus eigener Feder entsprungen ist.

Doch wer nun glaubt, Candice würde auch auf Solopfaden der Gewohnheit von Blackmore´s Night folgen, ist auf dem Holzweg. Mit „Reflections“ legt die Künstlerin ein klassisches Pop-Album vor. Modernen Trends der aktuellen Popwelt muss sie dabei nicht nachjagen, übertriebene Synthesizer und Electropoprhythmen sucht man hier Gott sei Dank vergeblich. Sanfte Melodien sind hier an der Tagesordnung, die mit Einfallsreichtum und Komplexität überzeugen. Über ihnen schwebt die bezaubernde Stimme der Sängerin und verzaubert den Hörer mit ihrem Charme. Ganz entsagt sie sich allerdings doch nicht den gewohnten Mustern der Instrumentierung von Blackmore's Night, was man zum Beispiel an Songs wie „For You“ merkt, in dem sich Drehleier und Flöten harmonisch in das Popgefüge eingliedern.

Über Mid-Tempo geht keiner der zehn Songs des Silberlings hinaus. Das mag vor allem mit einem Blick in das aktuelle Geschehen der Popszene seltsam klingen und doch funktioniert es wie man hier sieht einwandfrei. Die Tracks gehen ins Ohr und verzaubern mit Sorgfalt, Abwechslungsreichtum und Einzigartigkeit. Wer schnelle Tanzbeats sucht, ist hier definitiv falsch am Platz, denn Candice Night beweist mit „Reflections“ problemlos, dass es immer noch möglich ist, auch ohne den Trends des Zeitgeschehens hinterher zu jagen ein solides Popalbum abzuliefern.

Anspieltipps:

  • Gone Gone Gone
  • Alone With Fate
  • In Time

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