Van Canto - Break The Silence - Cover
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Van Canto Break The Silence


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die deutsche A-Capella-Metal-Band Van Canto wurde 2006 von Stef gegründet und besteht aus den Sängern Sly, Inga, Stef, Ross und Ike sowie Drummer Basti. Diejenigen, die Van Canto noch nicht kennen, mögen nun für einen Moment die Stirn gerunzelt haben. Nur Sänger? Was ist mit Gitarren, Bass und Keyboards? Ganz einfach: Die Instrumente werden gesungen! Ihre Instrumentierung bezeichnen sie selbst als „Rakataka” und „Dandan”-Sounds, die erst bei genauerem Hinhören als Gesang und nicht Instrumentierung auffallen. Zielstrebig ist die junge Band ihren Weg gegangen, auf dem sie nicht nur bewies, dass Coverversionen von Blind Guardian oder Nightwish auch in dieser Formation funktionieren können. Nun liegt bereits das vierte Studioalbum vor: „Break The Silence”.

Schon mit den ersten Klängen von „If I Die In Battle” wird klar, dass Van Canto nicht nur sich selbst völlig treu geblieben sind, sondern einmal mehr brilliant eigene Songs inszeniert haben, bei denen man die Abwesenheit der meisten Instrumente überhaupt nicht vermisst. Die Stimmen harmonieren perfekt. Sly und Inga, die beiden Lead Vocals, harmonieren perfekt. Mal sanft, mal fetzig-rockig, mal gegrölt, stechen ihre Stimmen glasklar aus dem Gesamtarrangement und beweisen Einzigartigkeit und Wiedererkennungswert. Die Liebe zum Detail wird bei genauerem Blick auf die Instrumental-Parts sehr deutlich. Die Vielschichtigkeit ist begeisternd und die klangliche Ähnlichkeit zu tatsächlichen Instrumenten unglaublich. Wer behauptet, man könnte Metal nur mit Strom und richtigen Instrumenten machen, wird hier definitiv eines Besseren belehrt!

Auch Coverversionen und Gastauftritte dürfen neben den selbst komponierten Songs nicht fehlen. Während „Spelled In Water” übernimmt Marcus Siepen von Blind Guardian das Akustik Gitarrenspiel. Außerdem konnte Joakim Broden für die Sabaton-Coverversion von „Primo Victoria” als Gesangspartner gewonnen werden. Auch Alice Coopers „Bed Of Nails“ kleidet sich a capella ein und bei „Master Of The Wind“ von Manowar darf Sängerin Inga beweisen, dass der Song auch mit weiblichem Gesang überzeugend funktioniert. Die Bandbreite ihrer Eigenkompositionen reicht von gefühlvollen Ballade und balladeskem („Black Wings Of Hate“,„Spelled In Water“) über Rocknummern („Neuer Wind“) bis hin zu Power-Metal-Nummern wie „If I Die In Battle“.

Langweilig wird einem dank des Abwechslungsreichtums und der Vielschichtigkeit der Songs so schnell bestimmt nicht. Genau das ist Kreativität und Ideenreichtum und genau so macht Musik Spaß!

Anspieltipps:

  • If I Die In Battle
  • Dangers In My Hand
  • Spelled In Water
  • Neuer Wind

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