Average Engines - Battlesuits - Cover
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Average Engines Battlesuits


  • Label: Brutkasten/Broken Silence
  • Laufzeit: 73 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit 14 Songs und 73 Minuten Spielzeit breiten Average Engines musikalisch einen ganz schönen Brocken vor dem Hörer aus.

Matthias Brattig (Gitarre, Keyboards), Lars Oldendorf (Schlagzeug), Thorsten Schmidt (Bass, Gesang) und Tim Ukena (Gesang, Gitarre) aus Hamburg sind zusammen The Average Engines. Die Band macht seit drei Jahren gemeinsam Musik, klingt nach eigenen Angaben wie ein Gemisch aus Indie-, Alternative-, Stoner- und Prog-Rock, brachte im September 2010 ihre Debüt-EP „If Dali Broke My Arm It Would Sound Like This“ auf den Markt und gründete Anfang 2011 ihr eigenes Label Brutkasten. Wahrlich nicht schlecht für eine Horde junger Burschen, die mit „Battlesuits“ jetzt auch ihr von Guido Lucas (Genepool, Blackmail, Scumbucket) produziertes Longplaydebüt vorlegen.

Mit 14 Songs und 73 Minuten Spielzeit breiten Average Engines musikalisch einen ganz schönen Brocken vor dem Hörer aus, der sich tatsächlich aufreizend lässig und gekonnt durch die von der Band genannten Spielarten der Rockmusik schlängelt. Angenehm: Im Pressewaschzettel wurde, was den Sound der Band angeht, keine weitere Geschichte zu Tausendundeiner Nacht hinzugefügt und mit zig Querverweisen zu etablierten Acts kombiniert, sondern sympathisch zurückhaltend, mit beiden Beinen auf dem Boden argumentiert.

So kredenzen die vier Hamburger einen wirklich abwechslungsreichen Ritt durch eine moderne Rocklandschaft mit Anleihen aus dem Stoner- („You are a saint”, „Backfire, honey”), Alternative- („The waltz of Jericho”, „Iron battlesuit“), Indie- („Hands up, no sound”, „The bends”) sowie Prog-Bereich mit dem 16-minütigen Ungetüm „Secret in the soil“ (inkl. einer stillen Verschnaufpause im Mittelteil) zum Schluss des Albums. Ebenfalls cool: Das tonnenschwere, rein instrumentale Riffgewitter „You tortured me in school, now I’m wild sexy and cool“.

Average Engines stellen mit ihrem Longplaydebüt unter Beweis, dass aus Deutschland richtig starker Indie-Rock kommt, der sich weder limitiert noch woanders abkupfert. Das Quartett gibt sich sperrig, aber auch mit Lust an eingängigen Riffs. Daraus resultiert mit „Battlesuits“ ein tolles Album, das sich so schnell nicht aus dem CD-Player vertreiben lässt.

Anspieltipps:

  • Iron battlesuit
  • Backfire, honey
  • You are a saint
  • Blessed be thy name
  • Shock, wave & splinters
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