Hatesphere - The Great Bludgeoning - Cover
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Hatesphere The Great Bludgeoning


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 37 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Seitdem Hatesphere mit „Serpent Eyes And Killer Smiles“ (04/2007) beschlossen haben nur mehr jedes zweite Jahr eine neue Platte auf den Markt zu bringen, geht es bei den Dänen drunter und drüber. Zuerst suchte Shout- und Grunzmeister Jacob Bredahl das Weite, bis am Ende überhaupt nur mehr Gitarrist Peter „Pepe“ Lyse Hansen übrig blieb, der für den Nachfolger „To The Nines“ (03/2009) eine komplett neue Mannschaft (Jakob Haagen Nyholm (Gitarre), Mixen Lindberg (Bass) und Dennis Buhl am Schlagzeug) zusammen stellen musste. Mit Jonathan Albrechtsen verpflichtete er zudem einen würdigen Nachfolger für Bredahl, sodass die langjährigen Fans am Endergebnis nicht viel zu meckern hatten.

Mittlerweile ist Albrechtsen wieder Geschichte und Esben Hansen schwingt auf „The Great Bludgeoning“, dem siebten Album Hatespheres, das Mikrophon. Im Gegensatz zu Bredahl und Albrechtsen fehlt Hansen jedoch der Rotz in der Stimme, wodurch Dampfhämmer wie z.B. „Damned below Judas“ mit einer wahnwitzigen Mischung aus tiefen Growls und hysterischen Shouts stets veredelt wurden. Doch nicht nur auf diesem Sektor enttäuschen Hatesphere dieses Jahr, auch in punkto Songwriting bekleckern sich die Dänen nicht mit Ruhm und legen das konventionellste Paket seit langem vor. Dezente Blicke über den Tellerrand sind Schnee von gestern und den sonst so massiven Groove sucht man ebenfalls vergeblich.

Schwedisches Todesblei und zackiger Thrash Metal geben sich zwar noch immer die Klinke in die Hand, wirklich zwingend ist aber keiner der neun Tracks. „Venom“ leistet sich innerhalb seiner sechs Minuten den einen oder anderen Twist, „Resurrect with a vengeance“ poltert in drückend-schwülen Regionen umher und „The wail of Threnode“ ist ein vergessenswertes Intermezzo, das war es dann aber auch schon mit den Auffälligkeiten. Der Rest jagt dem Hatesphere-Geknüppel vergangener Tage hinterher („The killer“, „Decayer“, „Devil in your own hell“) oder fühlt sich bereits als durchschnittlicher Thrash/Deathbolzen wohl („Smell of death“, „The great bludgeoning“, „Need to kill“). Alles in allem eine nicht sehr überzeugende Vorstellung, Herr Hansen.

Anspieltipps:

  • Venom
  • Smell Of Death
  • Resurrect With A Vengeance

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