Diverse - Johnny Boy Would Love This: A Tribute To John Martyn - Cover
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Diverse Johnny Boy Would Love This: A Tribute To John Martyn


  • Label: V2/SOULFOOD
  • Laufzeit: 135 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

John Martyn (1948-2009) war ein britischer Singer/Songwriter, der seit seinem 17. Lebensjahr auf der Bühne stand und sich am liebsten in den Genres Blues, Folk, Jazz und Rock austobte. Im Jahr 1967 veröffentlichte Martyn seinen ersten Longplayer „London Conversation“, 2004 den letzten mit neuem Studiomaterial („On The Cobbles“). Seitdem erschienen noch diverse Live- oder auch Best-Of-Sampler

Im Januar 2009 verstarb John Martyn, der für viele Musikerkollegen eine starke Inspiration darstellte, an den Folgen einer doppelseitigen Lungenentzündung und hinterließ in der britischen Singer/Songwriter-Szene eine große Lücke. Wie schön, dass sich nun eben diese Freunde und Kollegen zusammengetan haben, um ein Tribute-Album zu Ehren John Martyns einzuspielen, von dem sämtliche Einnahmen aus den Verkäufen an die Familie Martyn gehen.

Insgesamt 30 Songs auf zwei CDs (sowie einer Bonus-DVD) wurden angesammelt, die von so illustren Musiker wie Robert Smith (The Cure), Beck, Joe Bonamassa, Paolo Nutini, The Swell Season, Snow Patrol, Beth Orton, Morcheeba, Phil Collins, Brendan Campbell, David Gray, Bombay Bicycle Club, Butch Vig und Lisa Hannigan aufgenommen wurden. Und das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen!

Alle beteiligten Musiker zollen John Martyn, der gerne als einer der ersten Folktronic-Musiker bezeichnet wird, mit atmosphärisch dichten Coverversionen Tribut. Und was in Anbetracht der Flut an meist überflüssigen Coveralben kaum für möglich gehalten werden konnte: „Johnny Boy Would Love This...“ überzeugt tatsächlich von der ersten bis zur letzten Minute mit tollen Darbietungen, aus denen einzelne hervorzuheben richtig schwer fällt. Im Sport würde man von einer geschlossenen Mannschaftsleistung auf höchsten Niveau sprechen. Hier ist es nicht anders.

In der Tat sind die meisten der 30 Umsetzungen großer Sport, der den Hörer in eine Art Schwebezustand versetzt. Selbst ein musikalischer Zuckerbäcker wie Phil Collins fällt dabei nicht aus dem Rahmen, auch wenn er dem Schlusstrack „Tearing & breaking“ seinen unverkennbaren Stempel deutlich aufdrückt. Robert Smith färbt die hypnotische 8-Minuten-Version von „Small hours” in schwärzestes The-Cure-Schwarz, während Snow Patrol aus „May you never“ eine fast sechsminütige BritPop-Gänsehautnummer zaubern. Selten hat ein Album mit Coverversionen so gut funktioniert wie hier!

Anspieltipps:

  • Solid air
  • Small hours
  • Over the hill
  • Glorious fool
  • Go down easy
  • May you never
  • Run honey run
  • You can discover
  • Tearing & breaking

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