Kamikaze Queens - Automatic Life - Cover
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Kamikaze Queens Automatic Life


  • Label: Sounds Of Subterrania/Rough Trade
  • Laufzeit: 49 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Heimat der Kamikaze Queens ist Berlin, ihre Mitglieder sind deutscher, amerikanischer und italienischer Herkunft. Ihr Gitarrist Tex Morton hat bereits in zahlreichen Bands (z.B. bei den Lolitas) gespielt, dagegen ist Sängerin Mad Kate fester Bestandteil von Bonaparte, zudem arbeitet sie als Performance-Künstlerin und Schriftstellerin. Nico Lippolis schwingt die Trommelstöcke, hat sogar Schlagzeug studiert und an allerlei Projekten mitgewirkt. Lloyd Clark II ist Bassist, Skulptur-Künstler und arbeitet außerdem als Toningenieur. Trinity Sarratt begann ihre Gesangskarriere in der Berliner U-Bahn und fungiert als Gastgeberin im Bassy Cowboy Club Berlin. This Is Berlin Punk Cabaret, heißt es im Booklet von „Automatic Life“, dem Nachfolger vom 2008er Volle-Länge-Debüt „Voluptous Panic!“

Die Frontleute auf „Automatic Life“ sind die Frauen, aufgeladen mit Energie und Dynamik sowie glamouröser Punk-Attitüde. Sie starten mit „Tastee 29“ und „Good Times“ und nageln einen fulminanten Garagen-Indie-Rock in die Bretter. „Snagged On My Stiletto“ und der Titelsong kommen als nervöse New-Wave-Songs daher. Und das geht gerade so weiter, hin und wieder wird das Ganze mit Swing, Rock’n’Roll oder burlesken Zutaten gewürzt. Nur selten treten sie auf die Bremse, um im mittleren Tempo etwas zu verschnaufen („I Wanna Know You“) oder lassen die singende Säge („I Was A Teenage Mermaid“ und „I Just Can’t Help It“) zu Wort, besser: Ton kommen. Auf „Sweet Geraldine“ wird dem Punk Cabaret der Marsch mit Posaune und Trompete geblasen und „I Ain’t Sorry“ reitet als Punkabilly davon. Wer genau hinhört wird stellenweise sogar Cello, Kazoos und Pfeifen identifizieren.

Die Kamikaze Queens sollten vor allem live gehört werden, wozu die ausgiebige Tour im September und Oktober viele Gelegenheiten bietet, garantiert auch in eurer Nähe im deutschsprachigen Raum. Genau so eignet sich „Automatic Life“ für die nächste Party, wogegen das Alleine hören nur bedingt empfohlen sei, denn Punk, Rock’n’Roll, New Wave und Cabaret sind nun mal gesellige Musikstile, denen das gemeinsame Erleben mehr als förderlich scheint.

Anspieltipps:

  • Good Times
  • Automatic Life
  • I Was A Teenage Mermaid
  • Trannequin

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