Anterior - Echoes Of The Fallen - Cover
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Anterior Echoes Of The Fallen


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit einiger Verwunderung dreht sich gerade die neue Platte der Waliser Anterior im Abspielgerät, haben die fünf Herrschaften Luke Davies (Gesang), Leon Kemp (Gitarre), Steven Nixon (Gitarre), James Britton (Bass) und James Cook (Schlagzeug) seit ihrem Debüt „This Age Of Silence“ (06/2007) schließlich nichts von sich hören lassen, was mehr auf einen Rückzug aus dem Musikbusiness, denn einer glorreichen Rückkehr schließen würde. Doch nun ist es soweit und mit „Echoes Of The Fallen“ liegt nach der (vor allem im Metal) außergewöhnlich langen Wartezeit von vier Jahren, die die Jungs erst wieder aufholen müssen, Album Nummer Zwei vor.

Geht es einzig und allein nach der technischen Begabung des Fünfers, Anterior wären sofort wieder im Gespräch. Hier werden nämlich nicht nur geniale Solos und einzigartige Riffs im Dutzend abgespielt, sondern auch packendes Songwriting geboten, dass der aktuellen Genredominanz Trivium oder Killswitch Engage im Handumdrehen das Licht ausblasen könnte, da auf klebrigen Klargesang verzichtet wird und auch kitschige Anwandlungen keine Chance im dichten Klangkonstrukt der Waliser haben. So holzen die fünf Mannen unbeirrt durch den wuchtigen Metalcore-Garten und versetzen den Hörer an allen Ecken und Enden ins Staunen, etwas mehr Ruhe inmitten der stürmischen Brandung wäre auf Albumlänge allerdings keine schlechte Idee gewesen, denn außer ein paar Rhythmuswechsel oder kurzen Zwischenspielchen gehen die Songs meist immer den direkten Weg ohne Pausen einzulegen.

„Echoes of the fallen“ ist zwar das obligatorische, melancholisch bebilderte Instrumental, die 1 Minute und 27 Sekunden dieser Komposition helfen allerdings nicht dabei die Daumenschrauben zu lockern und die zweite Scheibe der Waliser zu einem angenehmen Erlebnis zu machen, denn ab der ersten Nummer „To live not remain“ bis zum Ausklang von „Senora de las sombras“ geben die Jungs Vollgas und lassen sich kaum von ihrem Gesang/Gitarre/Bass/Schlagzeug-Inferno abbringen. Gut, den Spaß an „Echoes Of The Fallen“ merkt man Davies & Co. in jeder Minute an, auf den Hörer will diese euphorische Sturm- und Drangattitüde jedoch nicht so richtig überspringen. Technikaffinen Metalheads werden die Ohren schlackern, alle anderen sollten vorher besser in den Metal-Overkill hineinhören um nicht widerstandslos in den Boden gestampft zu werden.

Anspieltipps:

  • The Evangelist
  • Of Gods And Men
  • By Horror Haunted

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