Hope I Die Virgin - Is Forever No Way - Cover
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Hope I Die Virgin Is Forever No Way


  • Label: Fysisk Format/CARGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Es gibt Bands mit unglaublich platten Namen, die aber unglaublich gut sein können. Die Asian Kung-Fu Generation sowie sämtliche „The“-Bands dieses Planeten sind ausgezeichnete Beispiele dafür. Hope I Die Virgin ist nicht unbedingt der einfallsreichste Name für eine Band voller junger Männer. Die Musik hingegen ist mit einer Mischung aus spätem Wave- und Garagen-Rock eine hochinteressante Mischung. Ob die Qualität aber auch stimmt, die die Jungs aus Norwegen bieten, steht wie gewohnt aus einem ganz anderen Papier.

Grandios fallen die vier Mannen aus dem Norden jedoch gleich zu Beginn auf die Nase. Während das „Intro“ noch in jegliche Richtungen weisen kann, ist mit dem schräg gesungenen und unsauberen „Panther Screams“ die erste Schlacht verloren. Garage hin oder her, doch gewollt künstlerischer Hintergrund vermischt sich hier mit blechernem Sound, was schnell Nerven und Lust an dieser Musik raubt. „Acid Lake“ macht es nicht viel besser, wenn eine Lo-Fi-Produktion für Teenager-Serien aus dem letzten Jahrzehnt das Ergebnis zu sein scheint. Progressive und psychedelische Ansprüche, wie sie der eben genannte Song oder auch das anschließende „Anders Giaever (Interstellar Duke)“ andeuten gehen verloren und klingen wie pubertäre Pixies.

Leider kommen die Lieder nie über Ansätze hinaus. Allein „Cogs“ schafft es, die Garage hinter sich zu lassen und nicht wie ein Lounge-Track ohne jegliche Bindung zum Rock zu klingen. Ja, zur Mitte des Albums kommt es zum Stilbruch und die elektronik, welche vorher unterstützte, reißt das Zepter an sich. „Cogs“ ist gefühlt die einzige Nummer, in der noch Rockelemente den Ton angeben, die nicht völlig verrauscht und kaputt klingen. Die Instrumentalnummer schafft es hierbei den traurigen Rest des Albums hinter sich zu lassen.

Ambitionen hin oder her: der mangelhafte Gesang und die unschlüssige Kombination aus Garage-Indie und Elektronik führt zu ähnlich verstörenden und qualitativ meist schlechteren Ergebnissen als auf der letzten MGMT-Scheibe. Spätestens mit dem überlangen „(Soon) Into The Heaven“ übernehmen sich die Skandinavier endgültig und verlieren sich in ihren kaum noch vorhandenen Songskizzen. Es müsste alles besser werden, wobei der Rock in besserer Sound-Qualität noch das geringste Problem darstellt. Eine Stimme ändert sich nicht so schnell und auch die Ansätze sind weiterhin nur Ansätze. Alles in allem bleibt der Name der Band das Auffallendste und für manche wohl auch das Beste

Anspieltipps:

  • Acid Lake
  • Cogs
  • Wolf Head Dress

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