Vince - Tief - Cover
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Vince Tief


  • Label: Murdersound/Tonpool
  • Laufzeit: 44 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
4.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Vince Bahrdt (40), ehemaliges Mitglied des Popduos Orange Blue, lässt seinem 2007er Solodebütalbum „Mordballaden“ mit „Tief“ den nächsten Longplayer folgen und knüpft darauf in Bezug auf bedeutungsschwangere Titel und Texte nahtlos an den Erstling an. Als Unterstützung hat sich der Hamburger diesmal jede Menge Promis wie Udo Lindenberg (war auch schon auf „Mordballaden“ zu hören), Ben Becker, Siegfried Lenz, Cosma Shiva Hagen sowie Orange-Blue-Kumpel Volkan Baydar ins Boot geholt, wobei hinter diesem Aufgebot an Gästen kein Plan steckte, sondern „die Lust am Projekt“, die die Kollegen aus Schauspiel, Literatur und Musik an „Tief“ reizten.

Nach den morbiden Balladen seines Debüts fährt Vince diesmal ein überwiegend melancholisches Pop-Allerlei auf, das stilistisch irgendwo zwischen Schiller, Xavier Naidoo und Ich+Ich angesiedelt ist, aber zu keiner Zeit, weder auf inhaltlicher, noch auf musikalischer Ebene mit den genannten Kollegen mithalten kann. Dazu sind die Melodien einfach zu schwach, die Arrangements zu sehr von der Stange und die Texte zu stark auf Tief- und Vieldeutigkeit getrimmt, ohne diese auch zu erlangen.

Worthülsen und aufdringliche Dramatik („Von Ludmilla“), dazu Schauspieler wie Ben Becker („Gebet“) und Cosma Shiva Hagen („Vergebung“), die mehr schlecht als recht sprechsingen und damit weder sich noch dem Hörer einen Gefallen tun sowie an ihren überambitionierten Strukturen scheiternde Kompositionen machen „Tief“ zu einem baldigen Kandidaten für die CD-Grabbeltische in den großen Elektronikkaufhäusern.

Anspieltipps:

  • Tief
  • Sackgasse
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