Paul McCartney - Ocean´s Kingdom - Cover
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Paul McCartney Ocean´s Kingdom


  • Label: Concord/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 57 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit John Williams auf der einen und van Beethoven auf der anderen Schulter kann Paul McCartney einen kleinen Meilenstein seiner Karriere setzen.

Langsam aber sicher hat der ehemalige Beatle Paul McCartney musikalisch alles abgeklappert, was sich so angeboten hat. Von Rock- und Popmusik in Band-Formation oder Solo bis hin zu Chor-Orchestersätzen. Geht da noch ein wenig mehr?

Genau das hat man sich beim New York City Ballet wohl auch gedacht und ließ die Rock-Ikone ohne echtes Ballett-Vorwissen das neue Programm schreiben. Inspiriert von orchestraler Filmmusik und seinen eigenen Eindrücken von Ballett, erzählt McCartney mit „Ocean's Kingdom“ seine Geschichte allein über Instrumente und den Tanz.

Vom Tanz hat der Hörer von „Ocean's Kingdom“ natürlich herzlich wenig und so stellt man sich vorneweg zwei Fragen: Muss ich Ballett mögen, um „Ocean's Kingdom“ überhaupt interessant zu finden und wirkt die Musik auch ohne die visuelle Komponente? Zu diesen Fragen gibt es ausschließlich erfreuliche Nachrichten. Denn mit seinem Ballett-Debüt ist McCartney eine Art Soundtrack gelungen, der jeden passenden Hollywoodfilm untermalen könnte.

„Ocean's Kingdom“ liefert alles. Sei es die Struktur um Motive und Themen der einzelnen Sätze. Nahezu klassisch wie seit Mozart und Bach vorgegeben, entwickeln sich die Lieder komplex und frei und kehren stets zu den bekannten Motiven zurück, um den Hörer wieder einzufangen. Nur aus Sympathie hat Paul McCartney den Classical BRIT Award nicht gewonnen. Dieser Mann weiß was er tut.

Von sachter Romantik über verspielte, fast schon chaotisch komödiantische Momente bis zu wunderschön gelungenen Crescendi und Wechseln. Paul McCartney mischt die epische Größe von Filmmusik mit der Virtuosität klassischer Musik. Mit John Williams auf der einen und van Beethoven auf der anderen Schulter kann Paul McCartney einen kleinen Meilenstein seiner Karriere setzen, der hoffentlich Beachtung finden wird. Auch wenn „Ocean's Kingdom“ bestimmt nie ein Synonym für McCartney wird, kann dieses Werk nur einem ganz Großen zugeordnet werden.

Anspieltipps:

  • Movement 4: Moonrise

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