Blink-182 - Neighborhoods - Cover
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Blink-182 Neighborhoods


  • Label: Geffen/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Jungs von Blink-182 haben jeweils in ihren eigenen Studios gearbeitet und die Ideen per Mail ausgetauscht. So läuft das heute.

Seit acht Jahren hat man nichts mehr von Blink-182 gehört, eine sehr lange Auszeit, die die Bandmitglieder mit ihren Projekten Box Car Racer, +44 und Angels And Airwaves füllten. Was darf der Hörer also nach so langer Zeit von der neuen Blink-182-Platte namens „Neigborhoods“ erwarten? Einen Mix aus den Neu-Bands oder die Rückkehr zum Spaß-Punk der Anfangszeit?

Tom DeLonge, Mark Hoppus und Trommler Travis Barker zeigen was sie können: Viele treibende Punknummern oder Keyboard-Perlen, die trotzdem rocken wie „This is home“ und dazu sehr erwachsen klingen. Ihre letztes Album „Blink-182“ hatte ja mehr als angedeutet, dass sich die Drei musikalisch weiterentwickelt haben.

Das neue Werk zeigt Blink-182 auf dem neuen Weg zur erwachsenen Rockmusik. Dabei wechseln sich viele harte und schnelle Attacken und Midtempo-Pop/Rock ab und ergeben eine homogene Mischung, der sich der Hörer nicht entziehen kann. So besitzen „Ghost on the dance Floor“ oder auch „Kaleidoskop“ durchdachte Songstrukturen und sind nicht mit der heißen Nadel gestrickt. Die Zeit dazu war vorhanden. Die Drei haben jeweils in ihren eigenen Studios gearbeitet und die Ideen per Mail ausgetauscht. So läuft das heute.

Die erste Single „Up all night“ gehört zu den schnellen Songs, die nicht nur dank Barkers Drumorgie aus den Boxen springen, um dann wieder das Tempo herauszunehmen und gesangstechnisch zu glänzen. Richtig gut klingen Blink-182, wenn sich beide Sänger abwechseln: „Natives“ ist das beste Beispiel dafür, dass DeLonge und Hoppus in diesem treibenden Track zusammen stimmliche Akzente setzen. Dabei fällt auf, dass die flotten Tracks in der Überzahl sind.

Blink-182 agieren auf hohem Niveau und gehören eigentlich in die Kategorie „poppiger Alternativ Rock“, da sie dem Pop-Punk entwachsen sind. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Drei nicht nur einen einmaligen Kurswechsel vollzogen haben, sondern ihrem neuen Stil treu bleiben.

Anspieltipps:

  • Ghost on the dancefloor
  • Up all night
  • Natives
  • Heart's all gone
  • Kaleidoskope

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