Fruit Bats - Tripper - Cover
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Fruit Bats Tripper


  • Label: Sub Pop/CARGO
  • Laufzeit: 41 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
3.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Geschichte der Fruit Bats beginnt Mitte der 1990er als Eric D. Johnson begann Songs zu schreiben. Schließlich formierte er die von Velvet Underground inspirierte Band I Rowboat, um in der Folge die Fruit Bats ins Leben zu rufen. Nicht verschwiegen werden soll, dass Johnson auch mit Bands wie Califone, Vetiver und The Shins zusammen gearbeitet hat. 2001 erschien das Fruit-Bats-Debüt „Echolocation“, 2003 „Mouthfuls“ und 2005 „Spelled In Bones“. Bis zum vierten Album „The Ruminant Band“ verstrichen vier Jahre, nun liegt das fünfte vor, das wie die vorausgegangenen drei auf dem Label mit dem guten Namen Sub Pop erscheint.

Der neue Longplayer „Tripper“ ist eine Art Neuanfang für Eric D. Johnson mit weniger auf Folk basierenden Songs. Er orientierte sich ein Stück weg vom Gitarrensound hin zu mehr Keyboard Klängen. Hierfür ging er ins WACS Studio in Los Angeles, wo er mit dem Produzenten Thom Monahan (Vetiver, Devendra Banhart, Pernice Brothers) „Tripper“ aufgenommen hat. Außerdem war es Johnson ein Anliegen mehr „story songs“ im Geiste eines Ray Davies, Paul Simon oder Tom Petty zu schreiben.

„Tony The Tripper“ eröffnet das fünfte Werk der Fruit Bats mit einem herrlich melodiösen Song, der Gitarren- und Keyboardklänge unter einen Hut bringt, die auf einer beweglichen Rhythmus-Basis zu leuchten beginnen. Desgleichen glänzt „So Long“ und man fragt sich wann zuletzt zwei dermaßen melodietrunkene Songs einem Ohren und Gemüt verwöhnten. „Tangie And Ray“ erzählt die alte Geschichte vom Wegfahren, der Freiheit und vom Untergang.

Eric D. Johnson singt fortwährend in den höheren Tonlagen, was sehr gut zu den ausgezeichneten Songs mit den warm instrumentierten Harmonien passt. In manchen Passagen klingen die Fruit Bats als hätte man The Shins, The Beach Boys, Vetiver und die Bee Gees gekreuzt. Kompositionen, die von den 1960ern bis in die Gegenwart reichen. Der nachdenklichste Song dieses Melodiereigens trägt den Titel „Wild Honey“ und wurde von der Singer/Songwriterin Diane Izzo komponiert, die tragischerweise an dem Tag als Johnson mit den Aufnahmen zu „Tripper“ begann an einem Hirntumor verstarb. Mit Izzo hatte Johnson bereits in den 1990ern zusammengearbeitet. „Picture Of A Bird“ schließt das Album meldodieverliebt und hoffnungsvoll, so dass man gleich wieder von vorne beginnen will. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Gäste wie Neal Casal, Tim Rutili und Richard Swift zum Gelingen des Albums beigetragen haben. Protagonist der Fruit Bats ist und bleibt jedoch Eric D. Johnson.

Anspieltipps:

  • Tony The Triopper
  • So Long
  • The Banishment Song
  • Wild Honey
  • Picture Of A Bird

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