Downpilot - New Great Lakes - Cover
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Downpilot New Great Lakes


  • Label: Tapete/INDIGO
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer seine Songs in renommierten amerikanischen TV-Serien unterbringt, der hat automatisch für das eigene Renommee gesorgt. So geschehen beim letzten Downpilot Album „They Kind Of Shine“, von dem die einschlägigen Medien begeistert berichteten. Paul Hiraga, der Mann hinter dem Namen Downpilot, hatte ein harmoniesüchtiges Americana-Werk vollbracht, das dermaßen zu gefallen wusste, dass man als Hörer förmlich vergaß über ein Nachfolgealbum nachzudenken. Paul Hiraga jedoch, zog sich auf die Insel Vashton Island (nahe Seattle) zurück, wo er in einem zum Studio umgebauten Holzhaus an neuen Songs zu arbeiten begann. Natürlich hatte er seine selbstgebauten Verstärker, seine Vintage-Keyboards, seine Gitarren und sonstiges Equipment mitgebracht, um in ruhiger Atmosphäre, fern aller Hektik seine Songs aufzunehmen.

Heraus gekommen ist das bislang ruhigste Downpilot-Album namens „New Great Lakes“, ein Titel, der auf die Great Lakes, die dritte Küste Amerikas, hinweist, aber auch auf die viel verzweigten Landschaften der Seele. Der Titelsong, „Edge Of The Floods“ und „NY Storms“ sind direkte Verweise auf Landschaften und Wetter, „Gone Castaway“, „Desolation Pass“ und „So I’ll Try“ auf innere Befindlichkeiten. Folglich spiegeln die zehn Songs sowohl äußere als auch innere Zustände wieder.

„New Great Lakes“ arbeitet in der Überzahl mit Songs, die auf einem Akustikgitarrenmotiv aufbauen und in der Folge behutsam das Instrumentarium erweitern. Von jenen stechen besonders „Edge Of the Flood“, „So I’ll Try“ und „Rosebud Of The Plains“ hervor. Auf anderen wie „NY Storms“ und „The Rustbelt“ stehen Piano und Stimme im Vordergrund, beides auch auf dem Titelsong, der zusätzlich mit Keyboard-Streichern angereichert wird. Was Gitarren und Rhythmik betrifft, sind „Desolation Pass“ und „Through Your Lines“ mit einem leichten Neil Young Touch versehen.

Downpilots insgesamt viertes Album ist ein leises, unaufdringliches geworden, ein dunkler Reigen an Melancholie- und Sehnsuchtsliedern, denen immer ein Stück Hoffnung innewohnt. Paul Hiraga entwickelt sich von Platte zu Platte weg vom Independent-Artist hin zum klassischen Americana Singer / Songwriter. Sympathisch und kunstvoll gleichermaßen!

Anspieltipps:

  • Edge Of The World
  • NY Storms
  • Through Your Lines
  • Rosebud Of The Plains

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