Shimmering Stars - Violent Hearts - Cover
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Shimmering Stars Violent Hearts


  • Label: Almost Musique/ALIVE
  • Laufzeit: 30 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Shimmering Stars sind Rory McClure (Gitarre, Gesang), Andrew Dergousoff (Schlagzeug, Gesang) und Brent Sasaki (Bass, Gesang). Sie leben im kanadischen Vancouver und begannen 2010 als Rory McClure ein Live-Album der Everly Brothers hörte. Auch Del Shannon, Phil Spector, The Beach Boys und Bo Diddley zählen zu den prägenden Einflüssen der Band. Ihr Album „Violent Hearts“ klingt jedoch nicht nur Retro, sondern lässt auch an eine Mischung aus The Drums und The Jesus And Mary Chain denken. Folglich vernehmen wir Dream-Pop mit Harmonie-Vocals, viel Hall und Echo sowie Stromgitarren, die dem Shoegazer-Genre zuzurechnen sind. Das vielzitierte popmusikalische Rad erfinden sie damit naturgemäß nicht neu. Deshalb müssen die einzelnen Songs etwas genauer unter die Lupe genommen werden.

Verträumt, dennoch bestimmt eröffnet „Believe“ den Longplayer. Diesem folgt der wohl beste Song des Albums „I’m Gonna Try“ mit herrlichem Sunshine-Spector-Pop, der jedoch die dunkle Seite nicht leugnet. Die Twang-Gitarren tragen „No One“ durch den Hall und den Harmoniegesang, der immer etwas im Hintergrund bleibt. Die meisten Songs sind im mittleren Tempobereich gehalten, Balladen wie z.B. „Privilege“ bleiben die Ausnahme. Das vom Brillbuilding-Pop inspirierte „Nervous Breakdown“ hält wie alle Songs des Albums Melodie und Melancholie in der Waage. „Sabians“ und „Did I Lose You“ lehnen sich mit dunkel klopfenden Drums und hart vibrierenden Stromgitarren an The Jesus And Mary Chain, dagegen ist „Dancing To Music I Hate“ schillernder Teen-Pop.

Im Ganzen betrachtet ist „Violent Hearts“ ein durchwachsenes Album geworden. Nebenbei gehört sorgt es für einen super angenehmen Hintergrund, während bei genauerer Wahrnehmung die Gleichförmigkeit der Songs nicht zu leugnen ist. Wer Harmonie singt, hat noch lange nicht die Leidenschaft und Ausdruckskraft der Everly Brothers und wer mit Hall arbeitet noch lange nicht die Inspiration von The Jesus And Mary Chain. Lässt man jedoch solche Maßstäbe beiseite, dann hat „Violent Hearts“ durchaus hübsche Indie-Dream-Pop-Songs vorzuweisen.

Anspieltipps:

  • I’m Gonna Try
  • Privilege
  • Sabians
  • Dancing To Music I Hate

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