The Devil Wears Prada - Dead Throne - Cover
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The Devil Wears Prada Dead Throne


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 41 Minuten
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3.5/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„With Roots Above And Branches Below“ (05/2009) schlug mit einem 11. Platz in den amerikanischen Billboard-Charts ein wie eine Bombe. Genau wie ihre ähnlich erfolgreichen Genrekollegen August Burns Red (das letzte Album „Leveler“ (06/2011) landete ebenfalls auf Platz 11) haben The Devil Wears Prada ein wohlschmeckendes Metalcore-Rezept zusammengestellt, das nun in regelmäßigen Abständen immer wieder aufs Neue aufgekocht wird. Bei „Dead Throne“ handelt es sich jedoch nicht um einen Cheeseburger, der bei jedem Mal gleich gut schmeckt, sondern um eine langsam vor sich hin gammelnde Ansammlung stilistischer Klischees, die in abgedroschenes oder anders ausgedrückt furchtbar langweiliges Songwriting verpackt werden.

Das feine Händchen von Produzent und Killswitch Engage-Gitarrist Adam Dutkiewicz hört man den 13 glasklar abgemischten und stets wuchtigen Songs zwar in jeder Sekunde an, doch was hilft es eine goldene Milchpackung in Händen zu halten, wenn der Inhalt bereits sauer ist? Weiterentwicklung ist anscheinend nur etwas für Weicheier. Okay, der klebrige Klargesang ist im Vergleich zu den Vorgängern zugunsten eines etwas härteren Klangbildes in den Hintergrund getreten, doch ob es wirklich sinnvoll war stattdessen einen Breakdown an den nächsten zu reihen („Vengeance“) und diese ermüdende Vorgehensweise lediglich mit hysterischem Geschrei („R.I.T.“, „Constance“), Growls („My questions“) oder als bunten Cocktail gemischt („Pretenders“) anzubieten, bleibt jedem selber überlassen.

Auf Albumlänge funktioniert das seit 2006 gleich gebliebene Konzept aus Gegrunze, Geröchel, Geschrei und zeitweise verzweifelten Post Metal-Ausbrüchen jedenfalls kaum und wenn Mike Hranica (Gesang), Jeremy Depoyster (Gesang, Gitarre), Chris Rubey (Gitarre), Andy Trick (Bass), James Baney (Keyboard, Synthesizer), Daniel Williams (Schlagzeug) nicht bis zu ihrem Ruhestand ein und denselben Song spielen wollen, dessen maximaler Unterschied zu all den anderen Tracks darin besteht, ob dezentes Synthiegeplucker durch die Boxen kriecht, ein raunziger Refrain das Wohnzimmer heimsucht oder ein Breakdown von Growls oder Screams gefolgt wird, dann sollte sich dieser Teufel so bald als möglich einen neuen Designer suchen!

Anspieltipps:

  • Kansas
  • Untidaled
  • Born To Lose

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