Warbringer - Worlds Torn Asunder - Cover
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Warbringer Worlds Torn Asunder


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Moshpits und Wohnzimmer dieser Welt werden nach einer livehaftigen bzw. lokalen Darbietung dieser Tracks bluten und um Nachschlag betteln.

Autsch! Als Thrash Metal-Band am selben Veröffentlichungstag mit einem neuen Album in den Ring zu steigen wie Machine Head („Unto The Locust“) könnte weh tun. Da „Worlds Torn Asunder“, die dritte Scheibe der kalifornischen Dreschflegel rund um John Kevill (Gesang), John Laux (Gitarre), Adam Caroll (Gitarre), Andy Laux (Bass) und Carlos Cruz (Schlagzeug), eher auf der Retro-Welle (Lazarus A.D. , Battalion) schwimmt und nur dezente Andeutungen in Richtung Moderne unternimmt, könnte sich der Mut sogar bezahlt machen. Metalheads, die ihren Thrash gerne mit sägenden Riffs, hysterisch kreischenden Sängern und detailliert aufspielendem Schlagzeug garniert haben wollen, kommen an der Scheibe ohnehin nicht vorbei.

Der Grund dafür ist vor allem die fabelhafte, wie sicherlich für manche genickbrechende Ähnlichkeit von Sänger Kevill zu Slayers Tom Araya. Wenn der Junge im eröffnenden „Living weapon“ in die Höhe geht, dann schießen einem sofort unweigerlich Klassiker wie „Altar of sacrifice“, „War ensemble“ oder „South of heaven“ ins Großhirn und ein breites Grinsen stellt sich im Gesicht ein. Das mag man genial oder extrem schlecht finden, seine Stimme setzt der Kerl auf alle Fälle gezielt und mit ordentlich Nachdruck ein. Im Zusammenspiel mit seiner von der Leine gelassenen, restlichen Crew garantieren Warbringer also Thrash Metal à la Slayer, wie in ihren besten Tagen. Und wie steht´s mit dem Rest? Nun, „Worlds Torn Asunder“ kann diese verdammt hohe Qualität leider nicht durchgehend halten, aber ein schlechtes Album legen Warbringer damit trotzdem nicht vor.

„Savagery“, „Wake up... Destroy“, „Treacherous tongue“ und „Enemies of the state“ sind zwar herkömmliche Mitten in die Fresse-Tracks, die jede zweite Band dieser Art im Repertoire hat und „Behind the veils of night“ ist das obligatorische, ruhig-atmosphärische Instrumental, doch mit „Echoes from the void“ und „Demonic ecstasy“ zeigt der Fünfer, dass es nicht nur stur nach vorne geht, sondern auch mal gewitztes Songwriting oder der eine oder andere unvorhergesehene Kniff die Oberhand gewinnen können, was „Worlds Torn Asunder“ zu einer gut abgestimmten Prügelattacke macht. Die Moshpits und Wohnzimmer dieser Welt werden nach einer livehaftigen bzw. lokalen Darbietung dieser Tracks jedenfalls bluten und um Nachschlag betteln. Warbringer haben ihren Deal mit Century Media schließlich nicht von ungefähr bei einem ihrer Gigs angeboten bekommen.

Anspieltipps:

  • Living Weapon
  • Demonic Ecstasy
  • Future Ages Gone
  • Echoes From The Void

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