Howling Bells - The Loudest Engine - Cover
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Howling Bells The Loudest Engine


  • Label: Cooking Vinyl/INDIGO
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Howling Bells nennen ihr drittes Werk ihr „Erwachsenen“-Album. Zwölf Songs, die die Band also gereift und geschlossen zeigen sollen. Ein Album, mit dem sie ihren Stil perfektionieren. „The Loudest Engine“ ist auf Tour entstanden, als Juanita Stein (Gesang, Gitarre), Joel Stein (Gitarre), Brendan Picchio (Bass) und Glenn Moule (Schlagzeug) im Vorprogramm von Bands wie Coldplay oder The Killers auftraten. So lernten sie auch den Produzenten für ihr neues Werk kennen, nämlich Mark Stoermer, der sich bei letztgenannter Gruppe für das Bassspiel verantwortlich zeichnet und hiermit seine erste Produktionsarbeit abliefert.

Nachdem sie 2009 mit „Radio Wars“ versuchten, ihren Sound mit elektronischen Elementen und zusätzlichen Arrangements aufzuwerten, haben sie sich nun entschlossen, nichts zu verwenden, was für sie live nicht umsetzbar sein würde. So präsentiert sich „The Loudest Engine“ mit einem weniger fülligen, aber dennoch sehr voluminösen Sound. Die Band vermischt Blues- und Folk- mit modernem Indie-Rock, eine unterschwellige Neigung zum Country/Americana ist stets zu hören. Produziert wurde das Album in Los Angeles und man kann den Wüstensound Nevadas auf jeden Fall heraushören. Insbesondere in den Momenten, in denen die Gitarren besonders laut und schroff schreddern und an Queens Of The Stone Age erinnern („The Wilderness“).

„Charlatan” eröffnet das Album äußerst schwach und ist ein Song, den man gleich beim ersten Hören mitsingen kann und danach sofort wieder vergisst. Auch in anderen Momenten wie „Don't Run“ oder „Sioux“, bleiben Howling Bells schlicht unter ihren Möglichkeiten. Sie sind so sehr damit beschäftigt, ganz besonders cool im Cowboysattel zu sitzen, dass sie gar nicht merken, wie zäh und unspannend ihr Album in seinen schwächsten Momenten geworden ist. Doch es gibt auch Songs, die das Album aufwerten, wie das bereits erwähnte „The Wilderness“ oder „Into the Sky”, in dem die Gitarren aufheulen und mit Steins Gesang besonders hervorsticht. „Gold Suns, White Guns“ sticht mit brodelnden Psych-Rock hervor und erinnert nicht zum einzigen Mal an Black Rebel Motorcycle Club. Unterm Strich sind die spannenden Momente auf „The Loudest Engine“ sehr überaschaubar. Howling Bells mögen „erwachsen“ geworden sein, leider hat dies wohl letztendlich auch eine gewisse Ideenmüdigkeit mit sich gebracht.

Anspieltipps:

  • Into the Sky
  • The Wilderness
  • Gold Suns, White Guns

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