Arven - Music Of Light - Cover
Große Ansicht

Arven Music Of Light


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 52 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Es gibt sicherlich schlimmere Veröffentlichungen in diesem Genre als das Arven-Debüt.

Arven aus Frankfurt am Main drehen die Bezeichnung „Female Fronted Metal“ geschickt um. Mit Anastasia Schmidt (Gesang, Gitarre), Carina Hanselmann (Gesang), Ines Thomé (Gitarre), Lisa Marie Geiß (Bass) und Lena Yatsula (Piano) besteht das deutsche Gothic Metal-Gespann fast ausschließlich aus Frauen, wäre da nicht Schlagzeuger Till Felden, der die Truppe so dem „Male Backed Metal“ zuordnen lässt, würde es diese Bezeichnung denn geben. Darüber hinaus offenbart der Sechser auf dem Debüt „Music Of Light“ aber nicht mehr als herkömmlichen Metal mit betörendem Sirenengesang, der hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt.

Die zackigen Geigenklänge im titelgebenden Opener sind ohne Zweifel mitreißend inszeniert und verhelfen der Nummer sich sofort im Ohr festzusetzen, doch leider sticht das übrige Material meist nicht aus dem Kanon der biederen Metalbands ähnlichen Schlags hervor und wirkliche Höhepunkte lassen sich an einer Hand abzählen. Folkelemente in Schunkelmanier („Raise your cups“), zaghafte Kompositionen vom Reißbrett („On flaming wings“, „World of hatred“), etwas härter ans Werk gehende Nummern („Dark red desire“, „Ruined castle“) oder langatmige Halbballaden („A stranger´s story“) ändern daran recht wenig.

Wie schon beim Titeltrack gefallen Arven am Besten, wenn der Fokus auf einer bestimmten Idee ruht, wie es z.B. in der minimalistisch gehaltenen Klavierballade „My dear friend“, der mitunter waghalsigen, aber flotten Flöteneinbindung in „Midwinter nights“ oder dem hymnischen Wechselspiel aus Solistin und weiblichem Backgroundgesang in „Till death do us apart“ der Fall ist. Diese werten das Endprodukt ein wenig auf, von einem Knaller ist „Music Of Light“ jedoch weit entfernt. Sicherlich gibt es schlimmere Veröffentlichungen auf diesem Sektor als das Arven-Debüt, doch gerade die leichtsinnige Gleichgültigkeit, die so manchen Song befallen hat, ärgert sehr und schöpft das kreative Potential, das in kurzen Momenten aufblitzt, nur sehr oberflächlich aus. Schade!

Anspieltipps:

  • Ruined Castle
  • Music Of Light
  • Midwinter Nights
  • Till Death Do Us Apart
Neue Kritiken im Genre „Gothic Metal“
5/10

The Shadow Self
  • 2016    
4.5/10

The Brightest Void
  • 2016    
Diskutiere über „Arven“
comments powered by Disqus