Suralin - A General Dogsbody - Cover
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Suralin A General Dogsbody


  • Label: Cargo Records
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Dass guter Post- und Indie-Rock auch aus Deutschland kommen kann, beweisen Suralin mit ihrem zweiten Album.

Das Quartett Suralin aus Chemnitz entstand 2009, die Initiatoren waren Alexander Warnke (Gesang, Gitarre) und Toni Fiegert (Gitarre). Schlagzeug spielt Steve Lößner und den Bass Matthias Vogel. Zu Gute kam den Vieren, dass sie bereits seit 2000 das Feld des Indie-, Noise- und Post-Rocks beackern. Der Bandname Suralin leitet sich von der Knetmasse ab, die sich im Backofen aushärten lässt. Ähnlich gehen Suralin mit ihren Songs um, die werden verformt und umgestaltet bis sie im Studio die letzte Form annehmen. So geschehen beim hochgelobten Debüt „Leda“, das 2010 erschienen ist. Der dort enthaltene Song „Lift Off-Mystery Train“ ist ein Teil des Kinofilms „Roadcrew“, der im Herbst 2011 in den Kinos laufen wird.

Nun also das zweite Album, das den Titel „A General Dogsbody“ (was so viel wie „Mädchen für alles“ bedeutet) trägt und in die gleiche Kerbe wie der Vorgänger haut. Stichwort hauen, die Viererbande strotzt nur so vor Energie und Dynamik, geht jedoch immer kontrolliert in die Offensive, partiell darf man dazu auch Math- oder Noise-Rock sagen. Selbst Kraut- und Psychedelic-Rock werden integriert, desgleichen Post-Rock- und Punk-Elemente. Die Stilvielfalt lässt Suralin nicht eindeutig einem Genre zuordnen. Versuchen wir es mit ein wenig Namedropping: Gang Of Four, Interpol, Can, Editors, The Phantom Band und Sonic Youth sind Anhaltspunkte und für Bands wie Brant Bjork, Chokebore und SDNMT spielten sie auf ihrer 2010 Tour im Vorprogramm.

Dass guter Post- und Indie-Rock auch aus Deutschland kommen kann, beweisen Suralin mit ihrem zweiten Album. Wer bei Post-Rock an selbstgefälliges Gedaddel denkt, der sollte mal „A General Dogsbody“ anhören. Suralin können auch einen oder zwei Gänge zurückschalten, man höre „Keep It Dark“ und „Sonata For A Good Soul“, das gegen Ende fast in Doom-Metal-Gefilden wabert. Viele Einflüsse, viele Stile und dennoch ein kompaktes Album. Gutes Zweitwerk!

Anspieltipps:

  • Bright Black Morning Light
  • Keep It Dark
  • Catharsis?!
  • Sonata For A Good Soul

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