Spank Rock - Everything Is Boring And Everyone Is A Fucking Liar - Cover
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Spank Rock Everything Is Boring And Everyone Is A Fucking Liar


  • Label: Boys Noize/Rough Trade
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit den Wurzeln im Sound der explosiven Party-Szene von Baltimore und Philadelphia waren Spank Rock um den markanten MC Naeem Juwan und dem Debüt „Yoyoyoyoyo“ aus 2006 wichtige Protagonisten im Feld der Mixtur aus Electro und HipHop. Sogar der eher für einen feingeistigen Sound bekannte Radiohead-Mastermind Thom Yorke ließ sich zu Begeisterungsbekundungen hinreißen und der international überaus renommierte DJ/Produzent/Artist Alexander Ridha (Boys Noize) tat es ihm gleich.

So wundert es auch nicht, dass Boys Noize die Produktion vom neuen Album „Everything Is Boring And Everyone Is A Fucking Liar“ übernahm und mit dem tollen druckvollen wie ausdifferenzierten Sound Spank Rock auf dem nächsten, konsequenten Schritt begleitet hat. Auf dem Zweitwerk steht nicht nur die Party im Vordergrund, sondern auch ausgefeilte Melodien, die sich in Pop-,Rock- sowie Soul-Elementen niederschlagen. Abgesehen von den großartigen Beats, die jeden Klangästheten verzücken lassen, und wahnwitzig genialen Sounds aus dem Synthesizer, überzeugen auch die augenzwinkernden Texte, welche die Dicke Hosen-Mentalität im HipHop gehörig durchwirbeln und sie doch mit den eigenen Waffen schlagen.

Im Opener „Da Ta“ werden gleich mal alle Register gezogen, wenn es darum geht, in den nächsten „Hustle“ zu ziehen. Dazu gesellt sich ein gedämpft pumpender Bass und ein schlicht wirkungsvolles Gitarren-Riff. Sicher ist die Mixtur aus Hardrock und HipHop seit den Achtzigern bekannt, wo auch Spank Rock keinen Innovationspreis gewinnen. Im Gegensatz zur aktuellen Platte von DJ Shadow, die ähnliches aufgreift, ist auf „Everything Is Boring...“ allerdings der Ideenreichtum bei weitem nicht stagnierend. Santigold (ehemals Santogold veredelt das melodisch filigrane, wie direkt nach vorn gehende „Car Song“ und zündet spätestens jetzt ein Feuerwerk, das über den Dancehall in „#1 Hit”, wilde Party-Sounds bei “Race Riot” und die abgedrehte Soul-Nummer “Baby” die Dringlichkeit die gesamte Platte über verinnerlicht.

Anspieltipps:

  • Nasty
  • Car Song (feat. Santigold)
  • #1 Hit
  • Baby

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