Eric Clapton - Play The Blues: Live From Jazz At Lincoln Center - Cover
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Eric Clapton Play The Blues: Live From Jazz At Lincoln Center


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 75 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Nur wenige Monate nach den Konzerten liegt nun die Essenz der einzigartigen Shows in Form des Live-Albums „Play The Blues“ vor.

Nicht nur Chris Rea (60) hat an diesem Veröffentlichungswochenende den Blues („Santo Spirito Blues”), sondern auch Altmeister Eric Clapton (66), der zusammen mit dem legendären Jazztrompeter Wynton Marsalis (50), einer exquisiten Band sowie dem Jazz At Lincoln Center Orchestra an zwei Tagen im April 2011 in New York groß aufspielte. Dazu wählte Clapton bis auf seine Eigenkomposition „Layla“ die Songs aus und Marsalis arrangierte das Material neu.

Nur wenige Monate nach den Konzerten liegt nun die Essenz der einzigartigen Shows in Form des Live-Albums „Play The Blues“ vor, das mit einer wahrhaft feurigen, aber auch ungewöhnlichen Kombination aus New-Orleans-Jazz und Delta-Blues daherkommt. Traditionell und richtiggehend altmodisch geht es in den umarrangierten Stücken zu, was im Gesamtbild herrlich authentisch klingt und nicht wie eine auf Wunsch der Plattenfirma erzwungene Kollaboration zwischen zwei Stars, was Wynton Marsalis so kommentiert: „Wir wollten die Konzerte als Musiker präsentieren, die Musik spielen, die sie kennen und lieben, und es nicht als Projekt angehen“

Die Liebe zur Musik und die Detailversessenheit lässt sich jeder Note anmerken, wenn das Ensemble Songs von Chester Burnett, William C. Handy und Howard E. Johnson spielt und dabei einen Dialog bildet, indem sich die Musiker die Bälle mit Leichtigkeit zuspielen. Dabei wird auch der Clapton-Hit „Layla“ in Dixieland-Gefilde geführt, in denen er sich auf Anhieb zurechtfindet, was man ja nicht automatisch erwarten kann. Und wenn sich zu den beiden finalen Songs auch noch der amerikanische Blues-Veteran Taj Mahal (69) mit auf die Bühne gesellt und mit seiner unverwechselbaren Art ins Geschehen eingreift, wird die Sache so richtig rund.

Was auf den ersten Blick wie eine zum zehnten Mal aufgewärmte Blues-Suppe aussieht (zwei berühmte Musiker pflügen sich durch einen Stapel Coverversionen), entpuppt sich als spannender Konzertmitschnitt, bei und mit dem Wynton Marsalis als Arrangeur und Eric Clapton als Ideengeber für die Songauswahl (und beide natürlich auch als Musiker) einen hervorragenden Job abgeliefert und das New Yorker Publikum zurecht in Verzückung versetzt haben.

Anspieltipps:

  • Ice cream
  • Forty-four
  • Careless love
  • Kidman blues
  • Corrine, Corrina

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