Bush - The Sea Of Memories - Cover
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Bush The Sea Of Memories


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 68 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Es fehlen einfach die zündenden musikalischen Ideen, die den Melodien den notwendigen Qualitätskick geben.

Zehn lange Jahre ruhte die musikalische Arbeit der britischen Band Bush. Frontmann Gavin Rossdale startete nach der Trennung einen Neuanfang mit einer neuen Band namens Institute und gab 2008 mit dem Album „Wanderlust“ sein Solodebüt. Nun geht es aber mit frischen Kräften an den Instrumenten auf einem Indielabel wieder los. Früher dem Grunge zugeordnet, gibt es heute die Einstufung Alternativrock mit Popelementen, die Rossdale allein als Songwriter verantwortlich zeichnet.

Die Band Bush besteht aktuell aus Sänger Gavin Rossdale, Drummer Robin Goodridge, Gitarrist Chris Traynor und Bassist Corey Britz, von der Urbesetzung sind nur Goodridge und Rossdale übrig geblieben. Bob Rock, langjähriger Metallica-Produzent, durfte an die Regler und so klingen Bush heute: Der Startsong rockt gepflegt vorwärts und gibt Rossdales Stimme die Chance energisch zu klingen, wobei das Keyboard auch hörbar mitmischt. „The sound of winter“ setzt auch auf die Kombination flehende Stimme und heulende Gitarrenriffs, die Bush so bekannt gemacht haben. „All my life“ und „Afterlife“ rocken mit hohem Eingängigkeitsfaktor und lassen den Songwriter Gavin Rossdale im guten Licht erscheinen, dennoch sucht man verzweifelt nach dem wirklich herausragenden Rock-Song. Den scheint es wohl nicht zu geben oder?

Die Pianoballade „All night doctors“ punktet noch mit einem gefühlvollem Rossdale, aber mehr kommt da auch nicht. Seltsamerweise versuchen Bush im zweiten Teil der CD ihre Markenzeichen fast wegzulassen und geraten in merkwürdige musikalische Gewässer: „Red Light“ oder das hyperaktive „ I believe in you“ überzeugen nicht und klingen seltsam monoton und musikalisch ideenlos, soll das Popmusik sein? Was soll man also von dem Comeback der Briten halten?

Um es ganz hart auszudrücken: Leider gehören die Tracks bis auf die genannten Ausnahmen bestenfalls in die Durchschnittskategorie, da kann man sie sich noch so oft anhören. Es fehlen einfach die zündenden musikalischen Ideen, die den Melodien den notwendigen Qualitätskick geben. In der limitierten Version gibt es noch einige Remixe und die zusätzlichen Songs „The year of danger“, „Ghost“ und „Lay down your guns“, die musikalisch in die gleiche Kerbe wie die schon bewerteten Songs schlagen.

Anspieltipps:

  • All my life
  • The afterlife
  • The sound of winter
  • All night doctors

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