Gregorian - Masters Of Chant Chapter VIII - Cover
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Gregorian Masters Of Chant Chapter VIII


  • Label: Starwatch/Sony Music
  • Laufzeit: 69 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Diese Musik ist einmalig. Diesen Satz muss man schon nicht mehr als Zitat angeben, da Hörer und Kritiker zugleich sich seit jeher überschlagen und das Gregorian-Projekt feiern. Man muss Frank Peterson auch zugestehen, dass er eine Nische klug genutzt hat und heute als Vorreiter und Schirmherr des Projektes gesehen werden darf.

Gregorian ist eine Goldgrube, die wie ein wandelndes Denkmal Millionen von Menschen begeistert. Sie sind ein unvergleichliches Event für viele und eine musikalische Offenbarung für andere. Als Mensch mit mehrjähriger Erfahrung um einen Chor bleibt mir dazu nur noch hinzuzufügen: Gregorian stagniert fröhlich vor sich hin und könnte nicht mehr langweilen.

Niemandem wird wegen einer Kritik verboten eine Band oder einen Interpreten gut zu finden, doch auch für Nicht-Puristen sollte spätestens beim neuen Anlauf klar werden, dass das Projekt Gregorian nirgends hinführt. Wieder werden die ganz großen Namen der Pop-Welt zitiert u.a. Green Day, Bruce Springsteen oder Oasis. Viel gemütlicher und langweiliger kann man sich Songs zum covern gar nicht suchen. Gregorian leben auch auf „Masters Of Chant – Chapter 8“ von sicheren Stücken, die mehr davon leben, wie man sich an das Original erinnert. Wer noch dazu das erste Mal die beruhigende Stimmung von gregorianischen Chören hört, der wird zu Recht Wohlgefallen finden.

Wer nach dem dritten Song, der wieder von der gleichen Akustikgitarre und Streichern so verwaschen wird, dass man das eigentliche Ohrenmerk, die Gesänge, bei Weitem nicht so wahrnehmen kann, wie es bei gregorianischen Kirchengesang der Fall sein sollte, dann muss man auch Die-Hard-Fans fragen, was nun so besonders an ihren singenden Mönchen ist. Eine ursprünglich nette Idee ist zu einem Dukatenesel verkommen, der ohne jeglichen Anspruch und Schamgefühl seit bald einer Dekade immer dasselbe macht.

Selbst überspielte Superhits wie „Wake Me Up When September Ends“ klingen da als Original wie eine Wohltat, nachdem Gregorian sie weichgespült haben. Mit diesem Lob ist man jedoch lieber vorsichtig, denn nachher wollen sich Gregorian auch dafür noch rühmen.

Anspieltipps:

  • Wonderwall
  • Pride (In The Name Of Love)
  • Streets Of Philadelphia

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