Ten Second Epic - Better Off - Cover
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Ten Second Epic Better Off


  • Label: Hassle Records
  • Laufzeit: 37 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Punkrock ist nicht tot. Nur weil die Sex Pistols musikalisch seit mehr als einem Jahrzehnt völlig überholt sind, heißt das noch nicht, dass Punk sich verabschiedet hat. In Form von College-Rock oder Fun-Rock ist die Grundader des Punks erhalten geblieben. Auch Ska-Punk wird immer beliebter. Am weitesten verbreitet ist jedoch der Power-Pop/Rock, der mit klarem Gesang und vielen Emotionen im Text arbeitet und dagegen krachende Gitarren, starke Bässe und knallendes Schlagzeug bietet. Ten Second Epic gehören zu letzterer Sorte und scheinen auf den ersten Blick genau in die Kerbe schlagen zu wollen. Wenige Titel, kurze Spieldauer und von der ersten Sekunde an volle Power.

„Young Classics“ kann man geradezu als Beschreibung einer Generation abliefern. Angesprochen bei dieser Kategorisierung dürfen sich alle zwischen 20 und 30 Jahren fühlen. Refrains, die sich gleich mitgrölen lassen und von instrumentaler Seite kaum Zeit zum Luft holen. Festival-Stimmung, ahoi! Von Midtempo bis zu den ganz schnellen Nummern probieren sich Ten Second Epic und das gelingt innerhalb ihres Musikkosmos, der sich allerdings als nicht allzu groß heraus stellt. Geradezu zwanghaft versuchen die Strophen Hymnen zu gleichen, sodass spätestens mit dem Titeltrack nichts Neues mehr aufwartet. Wem der Auftakt gefällt und auch keine große Abwechslung braucht, der wird zumindest solide bedient. Richtige Ohrwürmer bleiben aus, doch das Prädikat hörenswert verdienen sich die Lieder.

Trotz der kurzen Spielzeit hat das Album seine Längen und schafft es nicht, über die volle Länge zu begeistern. Auch die typische Ballade zum Abschluss ist nicht gerade unkonventionell und so bekommt man den Eindruck einer aufgeblasenen EP. Die Hälfte der Lieder hätte es auch getan. Es scheint so, als hätte die Band musikalisch nicht allzu viel zu erzählen und so ist es kein Wunder, wenn man in der zweiten Hälfte des Albums immer wieder denkt, dass man die Melodien schon zu Beginn gehört hat. Aller Druck, den die Jungs in ihren Songs kraftvoll aufbauen kann von solchen Schwächen nicht ablenken.

Anspieltipps:

  • Young Classics
  • Northstar
  • Better Off

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