Dick Brave & The Backbeats - Rock´N´Roll Therapy - Cover
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Dick Brave & The Backbeats Rock´N´Roll Therapy


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Lieber Mitarbeiter. Sind es wirklich schon 5/8/10 Jahre, die wir miteinander verbracht haben? Was wie eine lieblose Rede für einen Angestellten klingt, ist eine ernstgemeinte Frage an „Dick This!“, das Debüt von Sasha... pardon, Dick Brave und seinen Backbeats. Wir lassen die fantasievolle Biographie des Alter Egos außen vor, kümmern uns nicht um MTV-Klaas, der Brave in einer Hütte in Kanada oder sonst wo gefunden haben soll. All diese Promotion hat Dick Brave in Deutschland überhaupt nicht nötig, wenn man an den Erfolg seines Erstlings denkt. The Baseballs haben noch dazu dafür gesorgt, dass Rockabilly und Rock'n'Roll auch neun Jahre nach „Dick This!“ immer noch beliebt sind.

Es bleibt alles beim Alten. Wenn jemand behaupten würde, dass das letzte Brave-Album nur einen Herbst zurückliegt, dem mag man kaum widersprechen. Von der ersten Sekunde an, mit dem schwachen, selbst geschriebenen Opener über all die famosen Cover-Versionen, deren Ursprünge zu nennen allein einen Text ausmachen würde. Vom King Elvis Presley bis zu Jack Johnson ist alles von Rock bis Pop vertreten. Dabei schafft es Dick Brave mit seinen Backbeats fast ausnahmslos, dass die Lieder einen neuen Schliff erhalten und im richtigen Moment doch Wiedererkennungswert besitzen. „Tonight (I Ain't Rock)“ oder „Just The Way You Are“ sind da nur zwei Beispiele, die stellvertretend für (beinahe) das komplette Album stehen. Allein die Punk-Hymne des letzten Jahrzehnts, „American Idiot“, klingt zu gewöhnlich und schafft es so gar nicht zu überzeugen.

Wir hoffen einfach mal, dass Dick den Sound des Originals so klasse fand, dass er nichts mehr zum Verändern fand. Von alt bis neu, von Rock bis Songwriter, egal was sich „Rock'n'Roll Therapy“ zum Vorbild wählt: Am Ende erwischt man sich beim mittanzen, mitsingen oder einfach nur beim Genießen. Dick Brave macht so viel Spaß wie vor acht Jahren, klingt locker, nicht zu oberflächlich und lässt Rockabilly-Herzen höher schlagen. Wer da nicht zugreift, ist schon ein Musikmuffel. Das ist die Musik von „als noch alles besser war“ verpackt in das bunte Bonbon-Papier der modernen Charts.

Anspieltipps:

  • Just Can't Get Enough
  • Tonight (I Ain't Rock)
  • Sitting, Waiting, Wishing

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