As You Drown - Rat King - Cover
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As You Drown Rat King


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor etwas mehr als zwei Jahren spielten sich Henrik Blomqvist (Gesang), Mikael Akerstrom (Gitarre), Simon Exner (Gitarre), Robert Karlsson (Bass) und Martin Latvala (Schlagzeug) mit technisch beeindruckenden, aber im Hinblick auf den grassierenden Deathcore-Boom auch etwas konventionellen 34 Minuten in die Herzen eines jeden Extreme Metal-Fans. „Reflection“ (07/2009) war brutal, direkt und immer mitten in die Fresse, scheiterte aber an der in den härteren Regionen oftmals beheimateten, fehlenden Eigenständigkeit. Nichtsdestotrotz strotzte der Erstling vor Potential und sicherte sich ein Last Minute Ticket für den Einzug in die Death Metal-Oberliga.

Wie es sich für einen ordentlichen Brachialbolzen gehört, poltert Album Nummer 2 noch böser, hinterhältiger und durchtriebener aus den Boxen, identitätsstiftende Merkmale sind jedoch nach wie vor ein rotes Tuch für den Fünfer. Es dominiert genretypisches Blastbeatgedresche mit tiefen Gitarren und Engelsgesang, die Riffs schneiden nicht ins Fleisch, sie hacken sich einfach durch und Drummer Latvala bearbeitet seine Felle als würde er für einen Pete Sandoval-Wettbewerb proben. Eines muss man den Jungs aber lassen: Wenn sie den Hörer mal an der Gurgel packen und in apokalyptischen Ausmaßen eine gewaltige Feuersbrunst aus Riffs, Growls und Doublebass entstehen lassen, holt man erst wieder zum Schluss des Songs Luft („Rabid wolves in sheep´s clothing“, „You should be paranoid“, „Bleeding structure“).

Abseits dieser atemlosen Todesbleiattacken sind es aber vor allem die versteckten Details, die den Hörgenuss von „Rat King“ aufwerten. Egal ob sich diese Mosaiksteine als packende Melodien unterm dem dicken Death Metal-Panzer verstecken („The nothing“) oder As You Drown versuchen Ruhe und Besinnung in ihren Orkan aus Wut und Zerstörung hineinzubringen („Cleansing hands“), mehr Tracks von diesem Kaliber würden den Jungs sicher nicht schaden und den Anspruch auf den Extreme Metal-Thron aufrecht erhalten, der mit „Rat King“ etwas in die Ferne gerückt ist. Für Brutalo-Puristen bleiben As You Drown dennoch ein verdammt heißer Tipp!

Anspieltipps:

  • The Nothing
  • Cleansing Hands
  • Bleeding Structure
  • You Should Be Paranoid

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