Charred Walls Of The Damned - Cold Winds On Timeless Days - Cover
Große Ansicht

Charred Walls Of The Damned Cold Winds On Timeless Days


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 58 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Es müssen nicht immer zündende Ideen und packendes Songwriting sein, die eine Supergroup zum Erfolg führen. Manchmal reicht es wenn Mick Jagger von The Rolling Stones mit an Bord ist. SuperHeavys Debüt (09/2011) ist aber nicht nur in der Qualität der Songs bezeichnend für eine solche bandübergreifende Institution, sondern entfacht allein durch das illustre Lineup (neben Jagger sind noch A.R. Rahman, Joss Stone, Damian Marley und Dave Stewart mit von der Partie) Aufsehen. Richard Christy (Schlagzeug, Ex-Death, Ex-Iced Earth) ist mit seinen Charred Walls Of The Damned hingegen ein zartes Lüftchen und ließ gerade einmal eingefleischte Metalheads bei Bekanntgabe seiner Besetzungsliste (Tim „Ripper“ Owens (Gesang, Ex-Judas Priest, Ex-Iced Earth), Jason Suecof (Gitarre, Produzent für z.B. Trivium, All That Remains, Devildriver), Steve DiGiorgio (Bass, Ex-Death, Ex-Iced Earth, Ex-Testament) aufhorchen.

Dabei versammelte er auf dem knackigen, mit 35 Minuten allerdings recht kurzen Erstling (01/2010) einige mitreißende Heavy Metal-Kompositionen, die einen vorzüglichen Vorgeschmack auf weitere Taten des Vierers gaben. Bereits 16 Monaten später ist es nun schon soweit und „Cold Winds On Timeless Days“ erblickt das Licht der Musikläden. Zur kurzen Entstehungszeit meint Christy „I wanted to get a natural sound out of this album, I wanted everyone to be well rehearsed, not that I wanted the album to be rushed, but I wanted the spontaneous live feel and not over think anything too much“, was sich letztendlich auch an der um über 20 Minuten längeren Platte bemerkbar macht. 3 1/2 Minuten-Stücke gehören der Vergangenheit an und es regieren große Gesten, ausufernde Einleitungen und beinahe jede Nummer bekommt einen eigenen Instrumentalpart.

Leider nutzen Charred Walls Of The Damned diesen zusätzlichen Spielraum nicht ausnahmslos zu ihren Gunsten und kreieren Längen anstatt den Hörer zu fesseln. Hervorstechendes Material wie „The beast outside my window“ oder „Bloodworm“ ist in weiterer Folge Mangelware, denn „Cold Winds On Timeless Days“ verfolgt einen vorgegebenen Pfad, der nur allzu selten verlassen wird um z.B. ordentlich auf die Tube zu drücken („Avoid the light“, „Zerospan“) oder das musikalische Pendant zu einer Herbstdepression abzuliefern („Cold winds“). Selbst Owens, der sein komplettes Gesangsarsenal unterbringen wollte und gelegentlich an Ronnie James Dio erinnert, missfällt durch ein ständiges Auf und Ab und unterstreicht damit das Fazit der Platte, das weniger im Falle von „Cold Winds On Timeless Days“ wahrscheinlich mehr gewesen wäre.

Anspieltipps:

  • Bloodworm
  • Cold Winds
  • Lead The Way
  • The Beast Outside My Window

Neue Kritiken im Genre „Heavy Metal“
8/10

The Rise Of Chaos
  • 2017    
8/10

Monuments
  • 2017    
7/10

Emperor Of Sand
  • 2017    
Diskutiere über „Charred Walls Of The Damned“
comments powered by Disqus