J.B.O. - Happy Metal Thunder - Cover
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J.B.O. Happy Metal Thunder


  • Label: Megapress/SOULFOOD
  • Laufzeit: 59 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Man kann nur hoffen, dass die Erlangener für diese musikalische Überflüssigkeit einen Denkzettel verpasst bekommen.

Wie man einen Karren vor die Wand fährt, haben J.B.O. jetzt schon oft genug bewiesen. Natürlich hat die Band viele Anhänger, die auf den umstritten charmanten Blödel-Rock des Quartetts stehen. Aber selbst Hardcore-Anhänger wissen, dass die Erlangener „Vito C.“ und „G. Laber“ gerne ein Retortenlied dazwischen stopfen, welches vor Langeweile und Un-Komik kaum zu überbieten ist. Mit „Happy Metal Thunder“ berauben sich J.B.O. ihrer größten Stärke und liefern ausschließlich englischsprachige Songs ab. Nicht nur, dass viele Fans die Texte jetzt nicht mehr so leicht mitgrölen können, nein, es handelt sich größtenteils auch noch um Coverversionen eigener oder eben wieder bekannter Lieder.

Vom ersten Lied an gibt es nicht viel Anderes als Verzweiflung auf dem neuen Album. „Roots Bloody Roots“ kann man noch getrost als Versuch einer Huldigung Pavarottis werten, aber wenn der Gaststar Pabbarotti heißt, dann denken nicht wenige an eine Veralberung der verstorbenen Legende. Ansonsten versuchen die Fun-Punker mit Tinker von Beatallica auch noch Metallica als Verweisstück zu präsentieren. Also nicht einmal mehr der eigene Gesang identifiziert die Musik mit der Band. Was daran noch J.B.O. ist, erklären die ganzen Eigencover. „A Perfect Day To Die“ soll ratlose Fans wohl ins Boot holen, doch denen wird wahrscheinlich Tokio Hotel einfallen, die aus kommerziellen Zwecken „Durch Den Monsun“ in zig Sprachen aufgenommen haben.

Neben all den bekannten und nicht annähernd so zündenden Covern der Eigenkreationen gibt es leider auch nichts mehr zu entdecken. Die Frage, wie J.B.O. nach dem „Killeralbum“ so schnell nachlegen konnten, ist damit auch geklärt. Wie sehr die Frustration unter J.B.O,-Anhängern ausfallen wird, lässt sich derweil noch nicht ausmachen. Die ersten unglücklichen Stimmen erklingen bereits und im besten Fall wird damit argumentiert, dass das Quartett auch in Zukunft nur weniger der englischen Versionen live spielen wird.

Eine gesunde Einstellung, die den Rest Qualitätsanspruch an Musiker von deren Schultern nimmt. Man kann nur – wohl vergebens – hoffen, dass die Erlangener für diese musikalische Überflüssigkeit einen Denkzettel verpasst bekommen. Und für die grauenhafte Verschandelung von „Another Brick In The Wall“.

Anspieltipps:

  • Rock Muzik
  • A Perfect Day To Die
  • Long Live Metallica

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