Don Fernando - Dia De Los Muertos - Cover
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Don Fernando Dia De Los Muertos


  • Label: Sonic Rendezvous/CARGO
  • Laufzeit: 49 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Stoner kommt wieder. Und abermals aus dem fernen, vergessenen Kontinent Australien. Das Land der Zensur und Export-/Importallergie hat zumindest im Musikbereich einige nette Namen auf den Globus losgelassen, was mit Wolfmother seinen Höhepunkt fand. Zwar sind die Queens Of The Stone Age selbsternannte Könige des Stoner-Business, aber mit viel Aggressivität und einer Packung rauer Australien-Riffs, versuchen Don Fernando am Thron zu rütteln.

Für ihr zweites Album gibt es nur ein Rezept: Pausenloses Geballer! Ruhige Momente sucht der Hörer vergebens und das wirklich gesungen wird, so wie es in „Some Other Way“ der Fall ist, ist eine Seltenheit. Sänger Andy Simpson versucht gar nicht erst die simplen, aber heftigen Melodien zu unterstützen, sondern ebnet meist einfach nur den Weg, um noch ein bisschen mehr aufs Fressbrett zu geben. Wenn es dem geläufigen Stoner tatsächlich nur darum geht, dass er auf einem Album kein einziges Mal Luft holen kann, dann ist er bei Don Fernando genau richtig. Ob der knackig kurze Opener „Take You“ oder das überlange „Liar“: Hier wird aus den Gehörgängen gepustet, was auch immer sich dort noch verstecken mag. Spätestens mit der Prise Sex in „Cold Blooded Lover“ hat das australische Quartett sich seinen Platz in der Szene auch mit diesem Album verdient.

Abwechslung sucht man auf solch einer Platte vergebens. Gnadenlos, laut und dreckig geht es zur Sache und auch wenn das nicht immer hochklassig und an manchen Ecken sogar nervtötend werden kann, dient es dem höheren Zweck des Albums. Weicheier werden hier nicht gebraucht. Auf „Dia De Los Muertos“ fehlt sogar die Zeit um zwischen den einzelnen Songs auf den Boden zu spucken und dann weiterzumachen. Allein der Schlusstrack verwirrt mit psychedelischer und progressiver Ebene, die so gar nicht ins Konzept passen möchte. Hier heißt es: 50 Minuten tapfer durchhalten. Wer dabei auf Abwechslung verzichten und immer wieder gleiche Riffs ertragen kann, der wird den Ritt des Monats erleben.

Anspieltipps:

  • Cold Blooded Lover
  • Take You
  • Liar

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