Georg Zimmermann - Schreibmaschine - Cover
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Georg Zimmermann Schreibmaschine


  • Label: Supermusic/ALIVE
  • Laufzeit: 34 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Georg Zimmermann lässt sich am besten als deutschsprachiger Bob Dylan-Verehrer mit Beatnik-Lyrik beschreiben. Obwohl längst nicht jede Zeile sitzt und die meisten Stücke kompositorisch wenig einfallsreich sind, entwickelt „Schreibmaschine“ schnell einen ganz eigenen Charme. Dieses Album findet man einfach so gut.

Mit einer Stimme ausgestattet, für die der gemeine Musikjournalist gerne das Adjektiv „nölig“ bemüht, singt Georg Zimmermann von den Menschen in der Nacht, vom Exzess, von absurden Geschichten. „Peter, Der Wolf & Sergej Eisenstein“ und so. Glücklicherweise dürfte auch der paranoideste Rezipient dabei keinesfalls so etwas wie Bemühung wittern, so dass „Schreibmaschine“ in dieser Beziehung schon mal gewinnt. Die Texte wirken tatsächlich so, als sei für ihren Verfasser die Außenwirkung bestenfalls zweitrangig gewesen, was ja heutzutage durchaus als Seltenheit zu bezeichnen ist. Georg Zimmermann singt nicht nur für uns.

Das schlichtweg grandiose Eröffnungsstück „Krieg In Kabeln, Spaß In Flaschen“ lässt es derweil bereits verlockend erscheinen, Zimmermanns Aufforderung „Du musst Zimmermann werden!“ zu folgen. Doch wenn sich der gute Mann später vom Trend die Beine brechen lässt, dann ist alles klar. Dieses Album kann seine Jünger finden. So viel ist sicher.

Anspieltipps:

  • Krieg In Kabeln, Spaß In Flaschen
  • Der Trend

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