Morton - Come Read The Words Forbidden - Cover
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Morton Come Read The Words Forbidden


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
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3.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die ukrainische Metalszene besteht zu großen Teilen aus Extreme Metalbands, die ähnlich wie Vader oder Behemoth das Szepter des Death oder Black Metal in Händen halten. Morton gehören demzufolge zu einer Minderheit, denn Max Morton (Gesang), Roman Skorobagatko (Gitarre), Alexander Rudnev (Gitarre), Andrey Karpov (Bass) und Dmitry Smotrov (Schlagzeug) zocken melodischen Power Metal mit klassischen Heavy Metal-Elementen, der sich an Kamelot (mit „Poetry For The Poisoned“ (09/2010) griffen die Amerikaner nach dem verwaisten Savatage-Thron) oder Sonata Arctica (letztes Album war „Days Of Grays“ vom September 2009) orientiert.

Das klingt erstmal recht interessant, erweist sich nach kurzer Zeit jedoch nur in punkto musikalischer Kategorisierung als richtig, denn an die mitreißenden, Kamelotschen Metal Opern oder den atmosphärischen Klanggebilden von Sonata Arctica kommen Morton zu keiner Zeit heran. Hinzu kommt noch die schwache Vorstellung von Fronter Max, der mit dünner Stimme gegen das zahme Gekloppe der restlichen Band anzusingen versucht und dabei meist als herkömmlicher Power Metal-Hampelmann seinen Text knödelt, dramatisch in die Länge zieht oder mit hohen Schreien garniert. Vom unterschiedlich stark ins Gewicht fallenden Akzent mal ganz zu schweigen.

„Es ist ziemlich ungewöhnlich, wenn eine Band schon mit ihrem Debütalbum derart überzeugt, dass sie den qualitativen Vergleich mit sämtlichen Szenegrößen nicht zu scheuen braucht“ meint hierzu der Pressetext. Stellt sich nur die Frage, wer in diesem Zusammenhang die „Szenegrößen“ sind? „Come Read The Words Forbidden“ ist jedenfalls austauschbarer Power Metal, dem es an Spannung, Intensität und Überraschungen mangelt. Und überhaupt: Wieso singt Max eigentlich nicht in seiner Landessprache? Schließlich klingen viele englische Textpassagen schon bereits als wären sie in Ukrainisch. Damit wäre Morton zumindest der Exotenbonus sicher und es würde erstmal vom Plastikorchester und den langweiligen Songstrukturen ablenken. Denkt mal darüber nach, Jungs!

Anspieltipps:

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  • Burning Prisoner

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