Flashguns - Passions Of A Different Kind - Cover
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Flashguns Passions Of A Different Kind


  • Label: Humming Records/Rough Trade
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Als Rezensent wird man ja sofort hellhörig, wenn ein Presseinfo feststellt, eine Band würde „den altbekannten Indie-Hype-Sound hinter sich lassen“. Die Wahrheit meint man da schon zu kennen, und so spielen Flashguns denn auch eher bieder auf. „Passions Of A Different Kind“ überlässt zudem von Zeit zu Zeit gerne mal etwas unangenehmen Breitwand-Gitarren die Bühne, die in den 90ern so wohl als „Alternative“ durchgegangen wären. Bemüht man sich jedoch darüber hinweg zu sehen, so entdeckt man einen Haufen guter Songs, die zusammen ein ganz nettes Debüt ergeben.

Unabhängig von der unbestreitbaren Qualität der meisten Stücke werfen derlei Alben im Endeffekt aber immer die gleiche Frage auf, nämlich wer das noch hören soll. Trotz Coolness-Bonus in deutschen Kleinstädten aufgrund Londoner Herkunft sollte 2011 schon etwas mehr kommen als „rock music, defined by tension and release, loud and quiet, heavy and soft. Big, raw, ostentatious and emotional“, so die ekelh..., ähm, pathetische Definition von Frontblitzer Sam Felix Johnston. Was die Sache ziemlich genau beschreibt und gleichzeitig das Problem darstellt.

Zu „Passions Of A Different Kind“ kann man tanzen, Liebe machen, abhängen. Eine gute Zeit haben. „Come And See The Lights“ kann kurzzeitig ein Lieblingslied werden. Im Endeffekt ist das hier aber ganz einfach zeitgeistige Indie-Gebrauchs-Musik. Sicher etwas besser als die vieler anderer Kapellen gleicher Art, aber das war es auch schon.

Anspieltipps:

  • No Point Hanging Around
  • Come And See The Lights

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