Toby Keith - Clancy´s Tavern - Cover
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Toby Keith Clancy´s Tavern


  • Label: Show Dog/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Sommer dieses Jahres feierte der amerikanische Country-Barde Toby Keith, der mit mehr als 30 Millionen verkauften Tonträgern zu den ganz großen Nummern der Branche zählt, seinen 50. Geburtstag. Von seinen 50 Lebensjahren brachte Keith 18 als Mitglied der Countryszene zu, kam dabei aber erst mit 32 Lenzen sehr spät zu einem Plattenvertrag. Er veröffentlichte bis dato 14 Studioalben, diverse Sampler sowie 19 Nummer-eins-Singles in den Billboard Hot Country Charts.

Mit „Clancy’s Tavern“ hat das Urgestein des US-Country jetzt nicht nur seinen 15. Studio-Longplayer im Gepäck, Toby Keith begibt sich tatsächlich auch das erste Mal in seiner Karriere für eine Konzertreise nach Deutschland. Schließlich gibt es in Europa bzw. Deutschland mehr Countryfans, als es der eine oder andere vielleicht wahrhaben möchte. Und so kommt ein Toby Keith, der es sicher nicht nötig hätte, durch Europa zu tingeln, mit elf frischen Kompositionen und vier live mitgeschnittenen Stücken seines New Yorker „Incognito Bandito“-Auftritts aus dem vergangenen Jahr.

Bereits auf dem „Bullets In The Gun“-Album (2010) servierte der 50-Jährige seinen Fans vier Songs des unangekündigten Club-Auftritts in der amerikanischen Metropole. Jetzt gibt es Nachschub von diesem heimlichen Konzerthighlight – zusammen mit neuen Eigenkompositionen, die im besten Sinne alle Klischees der Country-Musik erfüllen: Patriotische Texte über die Heimat, Songs über Frauen, Autos, Bars und Bier.

All das darf der Countryfan selbstredend erwarten und bekommt es selbstverständlich auf authentische Art und Weise dargeboten. Mal etwas rockiger („Made in America“) oder zum Schunkeln einladend („I need to hear a country song“), aber auch in Form herzergreifender Balladen („Just another sundown”) und Partysongs („Beers ago“). Mr. Keith hat das volle Programm drauf und spult es fast schon eine Spur zu routiniert ab, denn große Kniffe in seinem Songwriting oder seiner Gesangsleistung sind nicht auszumachen. Das nennt man wohl Professionalität, die ab und an etwas zu Lasten des Gefühls geht, schließlich haut Toby Keith seine Alben in einer Taktung raus, in der andere Leute ihre Unterwäsche wechseln.

Anspieltipps:

  • Beers ago
  • Shambala (Live)
  • Trying to fall in love
  • I won’t let you down

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