Sick Of It All - Nonstop - Cover
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Sick Of It All Nonstop


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Based On A True Story“ (04/2010) präsentierte sich als neuntes Studioalbum der New York Hardcore-Legenden Sick Of It All stark wie eh und je. Lou Koller motzte an Allem und Jedem herum, Pete Koller jagte seine sägenden Riffs durch unsere Schädel, Craig Ahead grummelte mit seinem Bass und Drummer Armand Majidi prügelte dazu auf seinen Fellen herum, bis auch wirklich jeder verstanden hatte, dass wahrer Hardcore trotz verschwindend geringer, aktiver Bands noch lange nicht tot sein muss. Einen weiteren Beweis liefern die vier Herrschaften mit ihrem selbst gebackenen Geburtstagskuchen namens „Nonstop“.

Darauf versammelt sich das Beste aus 25 Jahren Sick Of It All, angefangen beim Debüt „Blood, Sweat And No Tears“ (07/1989), über den Majorlabel-Durchbruch „Scratch The Surface“ (10/1994), bis hin zum letzten Werk unter dem Fat Wreck Chords-Banner „Life On The Ropes“ (09/2003), bevor 2005 im Century Media-Hafen angelegt wurde. Die 20 Tracks umfassende Zusammenstellung klatscht allerdings nicht nur einen Song in seiner Urfassung an den nächsten, sondern wurde von Koller & Co. neu eingespielt und in Anlehnung an das Klangbild der letzten beiden Veröffentlichungen von Tue Madsen (Dark Tranquillity, Cataract, Ektomorf) produziert und abgemischt.

Einigen Fans dürfte der moderne Sound und der stark metallische Bezug zwar ein Dorn im Auge sein, doch es ist nicht zu verleugnen, dass die extrem kurzweiligen 36 Minuten von „Nonstop“ durch das Wohnzimmer fegen als gäbe es kein Morgen mehr. „Wir hatten das Gefühl, dass einige Songs aus unterschiedlichen Gründen noch einmal aufgenommen werden mussten. Lou war mit seinen Vocals auf dem ersten Album nie glücklich, weil er die Zeilen nicht mit großer Intensität angeliefert hatte. Andere Songs haben wir live immer in völlig anderer Geschwindigkeit gespielt, was sie besser gemacht hat“, lautet die Begründung seitens der Band und nach angepissten Schreiattacken wie „World full of hate“ und „Never measure up“ oder etwa 1 Minute langen Dreschflegeln wie „No labels“, „Ratpack“ oder „GI Joe Headstomp“ kann man dies nur unterschreiben, hält endlich mal ein sinnvolles Best Of in den Händen und freut sich schon auf das nächste Vierteljahrhundert mit Sick Of It All.

Anspieltipps:

  • Ratpack
  • Sanctuary
  • No Labels
  • GI Joe Headstomp
  • World Full Of Hate
  • Scratch The Surface

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