Carnifex - Until I Feel Nothing - Cover
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Carnifex Until I Feel Nothing


  • Label: Victory Records
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Sucht uns Versuchsobjekt Alma aus dem Horror-Egoshooter F.E.A.R. nun auch musikalisch heim oder hat sich vielleicht Samara aus Gore Verbinskis Neuauflage des japanischen Horrorklassikers „Ring“ von 2002 in der Abteilung geirrt? Okay, eigentlich ist es ja egal wer da auf dem Cover der neuen Carnifex sein Unwesen treibt, denn viel wichtiger ist der Albumtitel des vierten Carnifex-Langeisens, der mit „Until I Feel Nothing“ ziemlich gut beschreibt, was den Hörer in den 33 durch Scott Lewis (Gesang), Cory Arford (Gitarre), Ryan Gudmunds (Gitarre), Fred Calderon (Bass) und Shawn Cameron (Schlagzeug) initiierten Minuten erwartet.

Hier treffen donnernde Breakdowns auf Blastbeats, die mit krächzenden Vocals und markigen Growls, sowie Tempo- und Rhythmuswechseln gewürzt werden, was „Until I Feel Nothing“ zu einer abwechslungsreichen und äußerst empfehlenswerten Schlachtplatte für alle Easy Listening-Fans macht. Moment, bestand nicht schon der Vorgänger „Hell Chose Me“ (02/2010) aus denselben Zutaten? Ja, in der Tat! Die kalifornischen Scharfrichter lassen nichts anbrennen und holzen im selben Tempo, mit der gleichen Durchtriebenheit und einem ähnlich gelungenen Mix aus Death, Thrash und Wahnwitz in zehn Tracks durch den Vorgarten der Hölle. Konsequenz kann manchmal so einfach sein.

„Until I Feel Nothing“ ist demzufolge eines dieser Alben, bei denen der Teufel im Detail steckt und dieser offenbart sich in einem herrlich aromatischen Schirmchencocktail, der aus denkwürdigem Bassspiel, kratzig-ungemütlicher Amtosphäre und sporadischen, aber extrem effektiv eingesetzten Melodien seinen Geschmack bezieht. Das Plastikorchester in „Dead but dreaming“ klingt zwar nach Billigsynthesizer und Prügelsessions wie „Dehumanize“ gab es schon auf „Hell Chose Me“, doch allein „Creation defaced“ mit seinem episch-melodischen Riffing, dem unerwartet ruhigen Einbruch, der schon fast in alptraumhafte Soundtrack-Sphären ausbricht und der abschließende „We burn this world down“-Part, ist die Eintrittskarte ins Land der Scharfrichter wert. Unglaublich, dass Carnifex in unseren Breitenkreisen noch immer als Geheimtipp gehandelt werden!

Anspieltipps:

  • Curse My Name
  • Creation Defaced
  • A Grave To Blame
  • Until I Feel Nothing

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