Descending - New Death Celebrity - Cover
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Descending New Death Celebrity


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor mehr als drei Jahren legten Descending aus Griechenland mit „Enter Annihilation“ (07/2008) ihr Debüt ab. Der Thrash/Death-Bastard moderner Prägung, den Jon Simvonis (Gesang), Constantine (Gitarre), Theo (Gitarre), Noir (Bass, Gesang) und Anthony (Schlagzeug, Perkussion, wurde mittlerweile durch Nick Vell ersetzt) geschaffen hatten, war mit Sicherheit keine Glanzleistung, Potential blitzte aber dennoch auf, sodass dem sukzessivem und vollmundig betiteltem „New Death Celebrity“ nun die volle Aufmerksamkeit zuteil wird.

Wie bereits der Opener „No other gods before me“ in aller Härte unterstreicht, sind Descending von ihrem Vorhaben, eine bunte Mischung aus Trivium, Children Of Bodom, Soilwork, At The Gates und Exodus anzubieten, nicht stark abgewichen und hacken mit schwedischen Gitarren und donnernden Drums alles kurz und klein, was Shouter Jon in Koproduktion mit Bassist Noir stets anfeuert. Gemeinsam mit gefälligen Rhythmus- und Taktspielchen ein Einstieg nach Maß. Blöderweise wird schon im anschließenden „Suicide promise“ klar, wie der Hase läuft: Ein groovendes Element (meist Gitarre oder Schlagzeug) gibt die Marschrichtung vor und die restlichen Mitglieder brüllen, dreschen oder knallen umso wuchtiger ins Gebälk, was durch die druckvolle Abmischung zusätzlich verstärkt wird.

Das Resultat ist eine Halbwertszeit auf der Stufe eines Erbiums, was einem Blick zur Skip-Taste alle 10 - 20 Sekunden gleich kommt. Descending verstehen es einfach nicht ihrem eigentlich solidem Fundament Einzigartigkeit zu verleihen, sondern verlassen sich beim Schlag in die Magengrube auf das teilweise schon viel zu brutale Gepolter der Instrumente und den damit einhergehenden Ausschlägen des Tieftöners. Der zweistimmige Gesang in Verbindung mit den Hackschnitzelriffs rückt die griechische Formation sogar in die Dicke Hose-Regionen eines Limp Bizkit- oder Emil Bulls-Outputs, was dem Gesamteindruck jedoch nicht wirklich zuträglich ist. Damit ist „New Death Celebrity“ in dieser Form über weite Teile nicht zum Aushalten, selbst wenn Jon und seine Mannen ein ums andere Mal die Rübe zum Bangen bringen.

Anspieltipps:

  • Shared Planet
  • No Other Gods Before Me

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